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Von der Polizei sichergestelltes GBL (Archivbild).

Die „Vergewaltigungsdroge“ GBL

Die Designerdroge GBL dient eigentlich als Lösungsmittel in der Industrie und als Ausgangsstoff für Pharmazeutika und Chemikalien. Zudem ist GBL der Vorläuferstoff des Betäubungsmittels GHB.

Seit dem Verbot von GHB wird häufig ersatzweise das frei erhältliche GBL konsumiert, das annähernd die gleiche Wirkung entfaltet.

Bei geringer Dosierung löst GBL einen Rausch aus, der dem Alkoholrausch ähnelt. Die Droge wirkt stimulierend, angstlösend, sozial öffnend und leicht euphorisierend. Höhere Dosen wirken stark einschläfernd. Überdosierung kann zu plötzlichem narkoseähnlichen Schlaf führen.

Lediglich die Weitergabe von GBL für den Konsum ist verboten und ein Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz. Doch die Droge ist keinesfalls harmlos: „Die richtige Dosierung ist schwierig, die Suchtgefahr enorm und der Entzug schwerer als bei Heroin“, warnt LKA -Experte Ludwig Waldinger. Leider sei das flüssige GBL recht günstig zu haben und entsprechend beliebt.

GBL wird häufig als „Liquid Ecstasy“ bezeichnet. Jedoch wirken GBL und Ecstasy vollkommen unterschiedlich. Der Begriff wurde vermutlich als Verkaufsargument genutzt. Die Bezeichnung „Vergewaltigungsdroge“ wurde durch die Medien geprägt. Ein paar Tropfen der flüssigen Droge unbemerkt in das offene Getränk eines Opfer geträufelt reichen aus, um es gefügig und wehrlos zu machen. „Man wird nicht ohnmächtig, aber total willenlos“, beschreibt Waldinger die Wirkung. Meist könne sich das Opfer nach dem unfreiwilligen Drogenrausch nicht einmal mehr an den sexuellen Übergriff erinnern.

tom

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