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Dieses Foto von einer angeblich vergifteten CD erhielt eine Userin aus Bruckmühl über WhatsApp. 

Panikmache über Kettenbriefe 

Vergiftete CDs in Briefkästen: Die Wahrheit hinter den Gerüchten

Rosenheim - Ein seltsames Netz-Phänomen ist auch in Oberbayern angekommen: Das Gerücht über angeblich vergiftete CDs, die in Briefkästen eingeworfen werden. 

Eine Userin aus Bruckmühl erhielt über WhatsApp eine Sprachnachricht, in der vor den CDs gewarnt wird. Auch eine E-Mail aus Traunstein erreichte die Redaktion der Kollegen von rosenheim24.de dazu. Eine besorgte Userin wollte wissen, was sie über die CDs wissen. 

Dahinter steckt etwas mehr als ein Hoax, also ein Internet-Gerücht - aber es besteht kein Grund zur Sorge. Wir klären über die Hintergründe dieses seltsamen Gerüchts auf. 

Zuallererst: Der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ist kein einziger Fall in der Region bekannt, erfuhr rosenheim24.de. Nach Informationen der Polizei ist in der Gegend also keine CD in einem Briefkasten gelandet. 

Echte Fälle im Rheinland

Anders, so berichtet der Kölner Express, war es im Rheinland. Seit mehreren Wochen erhalten dort Bürger mit türkischen Wurzeln solche dubiosen CDs im Briefkästen. Mit einer giftigen Substanz waren sie aber nicht beschmiert. 

Auf den Datenträgern befinden sich lediglich Koranverse. "Der Inhalt der CDs ist absolut unbedenklich", bestätigte Polizeisprecher Christoph Gilles dem Express

Es wird von der Polizei gemutmaßt, dass hinter der Verteilaktion die gleiche salafistische Gruppe stecken könnte, die auch in Fußgängerzonen aktiv Werbung für den Koran machte. Ein Straftatbestand besteht beim Verteilen der CDs jedoch nicht. 

Kettenbrief über WhatsApp

Aus diesen wahren Begebenheiten entwickelte sich nun das Netz-Gerücht über angeblich vergiftete CDs, die überall in Deutschland eingeworfen wurden. Manche behaupten, Rechtsextreme würden diese verteilen. In anderen Versionen sind es Linke, die diese CDs bei rechtsgerichteten Personen einwerfen. Auf jeden Fall hätten die Empfänger sich danach in ärztliche Behandlung begeben müssen. 

Was all diese Kettenbrief-Nachrichten eint: Es werden keine konkreten, verlässlichen Quellen dafür genannt. Stattdessen: "Hörensagen". Außerdem verbreitet sich das Gerücht nur über die Sozialen Kanäle wie Facebook und WhatsApp - warum sollten Medien wie TV- oder Radiosender nicht über solche Anschläge berichten? 

Bereits 2015 verbreitete sich das Gerücht ein erstes Mal im Netz. Schon damals verunsicherte die falsche Information über Giftstoffe auf weißen CD-Hüllen Muslime. Angeblich habe es sogar einen Todesfall gegeben. Damals wie heute gilt: Das ist Quatsch - glücklicherweise! 

mg

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