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Ein Bild der kleinen Sarah auf dem Schoßihres Vaters.

Verhungerte Sarah aus Thalmässing beerdigt

Thalmässing/Roth - Die im fränkischen Thalmässing vor den Augen ihrer Eltern verhungerte dreijährige Sarah ist am Samstag beerdigt worden.

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Nach einer kirchlichen Trauerfeier hätten die Angehörigen im engsten Familienkreis von ihr Abschied genommen, teilte Anwalt Stephan Baumann in Roth mit. Er vertritt Sarahs Großeltern. Wo das Mädchen beerdigt wurde, sagte er nicht. Am Sonntag (16. August) will die Gemeinde Thalmässing dem Mädchen mit einer Trauerfeier gedenken. Sarah war unter den Augen ihrer Eltern verhungert.

Die bayerische Familienministerin Christine Haderthauer (CSU) kritisierter im Nachrichtenmagazin “Focus“ die Nachbarn von Sarahs Eltern. Einige von ihnen hätten zwar zu Journalisten gesagt, es sei ihnen komisch vorgekommen, Sarah nicht mehr zu sehen. Aber niemand habe das Jugendamt benachrichtigt. Zugleich forderte Haderthauer, Familien bei Bedarf künftig für eine Dauer von bis zu sechs Monaten Hebammen zur Seite zu stellen. Die Krankenkassen sollten ihren Leistungszeitraum von derzeit acht Wochen entsprechend ausweiten.

dpa

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