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Der Eingangsbereich des Getränkemarktes.

Horror nach Ladenschluss: Frau von Kollegen (30) gefoltert

Riedenburg/Straubing - Sie freute sich aufs Wochenende, doch nach Ladenschluss begann für eine Verkäuferin (30) in einem Getränkemarkt in Riedenburg (Kreis Kelheim) ein einziges Martyrium.

Weil sie bemerkt hatte, dass ihr Kollege (39) mehrere Tausend Euro aus dem Tresor gestohlen hatte, wurde sie von dem Mann geschlagen, gewürgt, gekidnappt – ein einziger Albtraum.

Mit einem Vorwand hatte der 39-Jährige seine Kollegin dazu gebracht, dass sie ihm den Schlüssel für den Getränkemarkt überließ. Es gelang danach dem Mann, den Tresor auszuräumen. Bei der Abrechnung bemerkte die Frau natürlich den Verlust des Geldes. Sie sprach den Mann darauf an, konnte aber nicht ahnen, wie dieser reagierte … Sofort griff der Kollege die Frau mit einem Elektroschocker an! Danach würgte er sie so lange, bis sie das Bewusstsein verlor.

Als sie wieder zu sich kam, versuchte der Mann gerade, das Büro des Getränkemarktes anzuzünden. Vermutlich, um Spuren zu vernichten. Die Verkäuferin wollte den Augenblick nutzen, um sich zu retten – und wurde brutal niedergestreckt: Der Mann schlug ihr dabei mehrere volle Flaschen auf den Kopf, er packte die blutende Frau und zerrte sie in ein Auto. Anschließend fuhr er mit ihr in Riedenburg herum.

Nach einer Stunde kehrte er schließlich in den Getränkemarkt zurück. Dort legte der 39-Jährige, der aus dem Kreis Eichstätt stammt, erneut Feuer und flüchtete. Die Frau ließ er zurück, sie war durch die Misshandlungen schwer verletzt worden und kam in eine Klinik.

Die Polizei konnte später den Täter in seiner Wohnung festnehmen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen versuchter Tötung.

Es war der zweite Überfall auf den Getränkemarkt seit Dezember 2009. Damals war eine Kassiererin (22) von vier Männern gezwungen worden, den Tresor zu öffnen.

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