Verkehrslage nach Schneefall in Bayern beruhigt

München/Nürnberg - Sonnenschein und blauer Himmel - nach schweren Unfällen wegen teils starker Schneefälle beruhigte sich die Verkehrslage auf Bayerns Straßen am Samstag. Dem Verkehrslagedienst der Polizei lagen nur wenige Meldungen für den Freistaat vor, am Freitag waren es über 700.

Nach massiven Behinderungen und zahlreichen Unfällen auf schneeglatten Straßen zum Start ins Wochenende hat sich die Verkehrslage in Bayern am Samstag beruhigt. Am Freitagabend hatten sich nach Schneefall bei Minustemperaturen Glätte und Blitzeis gebildet. Es gab vor allem in Oberbayern und Niederbayern eine Vielzahl von Unfällen, wie die Polizeidienststellen mitteilten.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim registrierte am Samstag bis in die frühen Morgenstunden rund 160 Unfälle wegen Schnee- und Eisglätte. In Niederbayern kam man auf 27 Unfälle und einen Schaden von über 100 000 Euro. Auf der Autobahn 8 von München in Richtung Salzburg kam der Verkehr am Freitagabend fast zum Erliegen. “Wir hatten rund 30 Kilometer Stau“, sagte ein Sprecher des Verkehrslagezentrums der Polizei in Rosenheim am Samstag.

Eine Massenkarambolage mit drei Schwerverletzten gab es auf der Autobahn 94 bei Mühldorf a. Inn. Die Autobahn war in Richtung München für drei Stunden gesperrt. Im Landkreis Rottal-Inn wurden innerhalb einer Stunde acht Unfälle auf den Bundesstraßen 20 und 388 gezählt. Beide Straßen mussten gesperrt werden. Vielerorts wurden Menschen verletzt. Ein zweijähriges Mädchen starb bei einem Unfall auf schneebedeckter Fahrbahn im Landkreis Traunstein.

Pünktlich zum ersten Adventswochenende schien am Samstag in weiten Teilen Bayerns die Sonne - vor allem in Südbayern war der Himmel blau. Die Temperaturen schwankten tagsüber nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zwischen minus neun Grad im Allgäu und plus zwei Grad in Augsburg. Das sonnige Wetter sollte auch am Sonntag anhalten. “Aber der Sonnenschein wird nicht mehr ganz so üppig sein“, sagte Meteorologe Dirk Mewes vom DWD. Auch seien wieder leichte Schneefälle zu erwarten.

dpa

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