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Regionalzug-Betreiber klagen über die zunehmende Konkurrenz durch Fernbusse. Sie warnen, dass dafür am Ende der Steuerzahler aufkommen müsse.

Steuerzahler sollen für Millionen-Ausfälle aufkommen

Verluste durch Fernbusse: Regionalbahnen funken SOS

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München – Nach dem Fernverkehr sehen sich auch die Regionalbahnen zunehmend der Konkurrenz durch Fernbusse ausgesetzt. Betreiber von Regionalzügen klagen über massive Erlös-Einbrüche und warnen, dass der Zuschussbedarf durch den Staat steigen wird.

„Fernbusse brennen uns unter den Nägeln“, sagte Christian Schreyer, Deutschland-Chef des Konzerns Transdev, gegenüber unserer Zeitung. Zu Transdev (früher: Veolia) gehören auch die Bayerische Oberlandbahn und der Rosenheimer Meridian.

Die Busse veränderten „massiv“ das Fahrverhalten auch im Regionalverkehr. „Die werfen uns die ganze Kalkulation über den Haufen.“ Bei den Erlösen drohten sehr starke Einbußen. Fernbusse bildeten beispielsweise das Streckennetz des Meridian München-Chiemsee-Salzburg nach und zögen Fahrgäste ab.

Auch der Konzern Agilis (Regensburg) klagt über die Bus-Konkurrenz. Im Entwurf eines Brandbriefs dreier Privatbahnen an Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU), der unserer Zeitung vorliegt, heißt es: „Die dramatische Zunahme ungeregelter Fernbus-Verkehre zeigt gravierende negative Auswirkungen.“ Und weiter: „Wir erwarten für den Freistaat Bayern aus Mengen- und vor allem Preiseffekten Mehrkosten (...) von 50 bis 100 Millionen Euro pro Jahr.“

Zurzeit bezuschusst Bayern den Regionalverkehr mit etwa 900 Millionen Euro im Jahr – die Summe reiche künftig aber nicht mehr aus, hatte bereits im Januar die Bayerische Eisenbahngesellschaft gewarnt. Schreyer mahnte „faire Wettbewerbsbedingungen“ an: Fernbusse zahlten weder eine Maut noch Stationsgebühren; auch seien die Fahrgastrechte unzureichend geregelt.  

dw

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