Frau überlebt fünf Tage auf Donauinsel

Passau - Ganze fünf Tage harrte eine vermisste Frau aus Passau auf einer überschwemmten Donauinsel aus - jetzt erst wurde die völlig erschöpfte 42-jährige Mutter und Ehefrau durch Zufall entdeckt!

Sie ist verheiratet und hat ein süßes, eineinhalbjähriges Kind. Grund genug, glücklich zu sein – sollte man meinen. Ganz offensichtlich ging es der Passauerin aber nicht gut, und am vergangenen Sonntag brannten bei ihr die Sicherungen durch. Sie schlich sich davon, um ihrem Leben ein Ende zu machen. In der Nacht zum Sonntag ging sie an der Ortsspitze in die Donau. Im kalten Wasser überlegte es sich die 42-Jährige aber gottlob anders und begann zu schwimmen. Etwa zwei Kilometer stromabwärts landete sie tatsächlich auf der kleinen Aueninsel an, blieb dort erschöpft liegen. 

Der besorgte Ehemann erstattete Vermisstenanzeige, doch alle Suche nach der Ehefrau und Mutter blieben ohne Erfolg. Bis zum Freitag. Da geschah ein kleines Wunder. Gegen 12 Uhr meldete der Kapitän eines Fahrgastschiffes, dass er irgendwo auf einem schmalen Inselstreifen der hochwasserführenden Donau eine offenbar leblose Gestalt liege. Zwei Beamte der Wasserschutzpolizei machten sich auf den Weg – nach fast einstündiger Suchaktion mit Erfolg: „Mit dem Fernglas entdeckten wir vom gegenüberliegenden Ufer eine zwischen Weidegestrüpp liegenden Person“, berichtet einer der Polizeihauptmeister. Ob dieser Mensch, offenbar eine Frau, noch am Leben war, war unklar. Der Körper war jedenfalls von allen Seiten vom Wasser eingeschlossen.

„Ich musste vom Ufer aus zu dieser Insel waten, stand bis zum Bauch im Wasser. Als ich sie anrief, hat sie plötzlich kurz reagiert“, erzählt der Beamte. Dieser Augenblick sei wie ein Wunder gewesen. Die hochwasserführende Donau hat derzeit nurmehr 17 Grad. Er wärmte die erschöpfte und durchnässte Frau mit seiner Jacke und trug sie ans Ufer, wo mittlerweile Notarzt und Sanitäter eingetroffen waren.

Den Rettungskräften erzählte die Gerettete eine unglaubliche Geschichte. Als sie die kleine Aueninsel erreicht gehabt habe, sei sie erschöpft liegengeblieben. Sie habe die Orientierung verloren, sei wegen der steigenden Donau nicht mehr weggekommen und habe schließlich darauf gehofft, dass sie entdeckt wird. Denn zum Schluss war sie so entkräftet, dass sie nicht einmal mehr aufstehen konnte. Dann geschah das Wunder ...

tz

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