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Zwi Männer haben ein menschliches Skelett bei Schnitzeljagd im Wald gefunden.

Schrecklicher Verdacht

Verstecktes Skelett im Wald: Ist es eine seit 12 Jahren Vermisste?

Der Fund eines Skeletts nahe einer unfertigen Autobahn aus der NS-Zeit stellt die Ermittler vor Rätsel. Nun gibt es einen neuen Verdacht. Er hat mit einem Vermisstenfall zu tun.

Update vom 08.09.2017: Die Identität des gefundenen Skeletts ist nun bekannt. Es handelt sich um einen seit dem Jahr 2012 vermissten Mann.

Gräfendorf – Eigentlich waren Jason McKinney (35) und sein Kollege nur auf der Suche nach neuen Verstecken für eine elektronische Schnitzeljagd. Doch stattdessen machten sie am Dienstagabend in einem Wald bei Gräfendorf in Unterfranken einen grausigen Fund: Sie entdeckten eine skelettierte Leiche. Der Körper lag in einer engen Röhre unterhalb einer nie fertiggestellten Autobahn aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs (wir berichteten).

Bei der Leiche könnte es sich um die vierfache Mutter Brigitte V. aus dem wenige Kilometer entfernten Burgsinn handeln – sie wird seit zwölf Jahren vermisst. Die damals 27-Jährige verschwand Ende 2005 spurlos, ihre Leiche wurde nie gefunden. Nun ist aufgrund des Fundorts sowie des Körperbaus des Skelettes davon auszugehen, dass es sich um Brigitte V. handeln könnte. Auch eine blaue Winterjacke, die im Tunnel gefunden wurde, spricht dafür. Denn die 27-Jährige hatte am Tag ihres Verschwindens eine solche Jacke an.

Die Leiche war offenbar nicht einfach in dem engen Tunnel abgelegt worden. Sie war zusätzlich hinter einer Bretterwand versteckt, die mit Bauschaum fixiert gewesen war. „Man kann sicher davon ausgehen, dass der Körper mehrere Jahre dort gelegen hat“, sagte ein Polizeisprecher.

Die Ermittler gehen zudem davon aus, dass die Person getötet wurde. Auch am Donnerstag wurde die Spurensicherung fortgesetzt. Die Leiche konnte inzwischen geborgen werden. „Sie wird im Moment abtransportiert“, sagte gestern Morgen ein Polizeisprecher. Der Körper soll nun von Rechtsmedizinern in Würzburg untersucht werden. Mit schnellen Ergebnissen rechnen die Ermittler nicht. „Das ist keine normale Obduktion. Das wird schon ein wenig länger dauern“, sagte die Sprecherin. Die Todesursache ist noch unklar.

Der grausige Fund sitzt Jason McKinney immer noch in den Knochen. „Man kommt sich vor wie im Horrorfilm“, sagt McKinney. Dennoch haben die Männer sehr besonnen gehandelt: Sie hatten mit dem GPS-Gerät die Daten des Standortes notiert, um die Polizei gleich zur Fundstelle lotsen zu können.

mm

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