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Auch in Stuttgart haben Anhänger des türkischen Präsidenten am Wochenende spontan demonstriert. (Symbolbild)

Spontane Kundgebungen

Versuchter Militärputsch: Hunderte demonstrieren vor Türkei-Konsulaten in Bayern

München/Nürnberg - Noch während der Putschversuch läuft, solidarisieren sich Hunderte Menschen im Freistaat mit dem türkischen Präsidenten Erdogan. Und auch nach dem Scheitern gibt es Kundgebungen vor den Generalkonsulaten.

Bei mehreren Demonstrationen vor türkischen Konsulaten haben am Wochenende Hunderte Menschen in Bayern gegen den Putschversuch in der Türkei protestiert. Auch in kleineren Städten versammelten sich Menschen. So kamen beispielsweise in Günzburg sowohl in der Nacht als auch am Samstag etwa 80 Personen zu einer Kundgebung zusammen. Die Demonstrationen verliefen nach Polizeiangaben vom Sonntag allesamt ohne Zwischenfälle.

Noch während Teile des türkischen Militärs in der Nacht zum Samstag versuchten, die Macht in dem Staat zu erlangen, versammelten sich in Nürnberg rund 700 Menschen zu einer spontanen Kundgebung. Auch in München solidarisierten sich zwischen 23.30 Uhr und 3.00 Uhr etwa 400 Menschen mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Beide Kundgebungen lösten sich laut Polizei noch in der Nacht auf, als bekannt wurde, dass der Putsch vermutlich gescheitert sei. Erdogan hatte seine Anhänger zuvor im Fernsehen dazu aufgerufen, gegen die Putschisten auf die Straße zu gehen.

Erneute Kundgebungen am Samstag

Nachdem der Umsturz endgültig misslungen war, versammelten sich am Samstagnachmittag erneut Hunderte Menschen in den größeren Städten Bayerns. In Nürnberg protestierten etwa 400 Menschen vor dem Generalkonsulat. In München folgten bis zu 600 Menschen dem Aufruf des Vereins „Union der europäisch-türkischen Demokraten“ zu einer Kundgebung vor dem Generalkonsulat in der Landeshauptstadt.

Bei dem versuchten Umsturz waren nach offiziellen Angaben mindestens 265 Menschen getötet und mehr als 1000 verletzt worden. Die Putschisten wollten nach eigenen Angaben Demokratie und Menschenrechte sowie die verfassungsmäßige Ordnung wiederherstellen.

dpa

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