Versuchter Mord an Familie - Teilgeständnis

Regensburg - Das Auto als Waffe: Aus Eifersucht soll ein 41-Jähriger mit seinem Wagen frontal in ein Familienauto gerast sein. Nun hat der Fahrer vor Gericht ein Teilgeständnis abgelegt. 

Aus Rache für die beendete Beziehung soll ein 41-Jähriger versucht haben, seine Ex-Geliebte, deren Ehemann und die Tochter des Paares totzufahren. Wegen dreifachen Mordversuchs muss sich der Molkereiarbeiter aus Furth im Wald (Landkreis Cham) seit Montag vor dem Landgericht Regensburg verantworten. Laut Anklage ist der gebürtige Russe in Chamerau (Landkreis Cham) mit seinem Wagen frontal in das Auto der Familie gerast. Wie durch ein Wunder erlitt die Familie keine allzu schweren Verletzungen.

“Ich muss es wohl gewesen sein, kann mich aber an nichts erinnern“, sagte der 41-Jährige zum Prozessauftakt am Montag. Er habe sich wegen der ständigen Streitereien mit seiner Ex-Geliebten nicht mehr unter Kontrolle gehabt. “Sie hat mir gesagt, sie hatte es satt, sich mit mir immer nur in den Hinterhöfen zu treffen.“ Das Liebespaar war jeweils mit anderen Partnern verheiratet.

Nur der raschen Reaktion des Ehemannes sei es zu verdanken, dass die Attacke nicht mit mehreren Toten endete, erläuterte die Staatsanwaltschaft. Der Mann habe den entgegenkommenden Wagen im letzten Moment gesehen und sein eigenes Fahrzeug stark abgebremst. Trotzdem prallten die Autos mit einer Geschwindigkeit von 75 bis 80 Stundenkilometern zusammen.

Am Tattag sei die Beziehung für ihn beendet gewesen, erklärte der Angeklagte. “Ich wollte nur noch den Ehemann zur Rede zu stellen, weil er meine Ehefrau beleidigt hatte.“ Dann sei plötzlich der ganze Ärger wieder hochgekommen und er habe an einer Gemeindestraße auf den Wagen der Familie gewartet. “Ich wollte den Mann zum Anhalten zwingen. Plötzlich habe ich den Knall des Airbags gehört.“ Eine Tötungsabsicht habe er aber nicht gehabt, beteuerte der 41-Jährige. Für den Prozess sind insgesamt vier Verhandlungstage vorgesehen. Mit dem Urteil wird am Freitag gerechnet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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