Er stach Ex-Freundin nieder

Versuchter Mord in Schlosspark: Verurteilter legt Revision ein

Würzburg - In einem Park lauerte ein Mann seiner Ex-Freundin auf und stach drei Mal auf sie ein. Jetzt legt er gegen sein Urteil Revision ein - der Staatsanwalt auch.

Der Prozess um den mutmaßlichen Mordversuch an einer jungen Frau im Schlosspark von Wiesentheid in Unterfranken geht in die nächste Instanz. Die Staatsanwaltschaft und die Verteidiger des 20-jährigen Hauptangeklagten hätten gegen das Urteil Revision eingelegt, sagte ein Sprecher des Landgerichts Würzburg am Mittwoch. Der 19-Jährige Komplize, der das Opfer in den Park gelockt haben soll, legte zunächst keine Revision ein.

Das Landgericht hatte die beiden Männer am vergangenen Donnerstag wegen versuchten Mordes verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Ex-Freund der Frau dieser als Haupttäter drei Messerstiche in Kopf, Hals und Nacken versetzt hatte, weil sie sich von ihm getrennt hatte. Der 20-Jährige erhielt elf Jahre Haft, sein Komplize wurde zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Zudem müssten sie mehr als 300 000 Euro Schmerzensgeld und eine monatliche Rente an ihr Opfer zahlen. Die heute 23 Jahre alte Frau überlebte die Tat schwer verletzt und sitzt seither im Rollstuhl.

Beide Seiten müssen ihre Einsprüche nun begründen, sagte der Sprecher weiter. Dafür haben sie einen Monat Zeit, sobald das Urteil schriftlich abgefasst wurde. Bis dahin kann es aber noch mehrere Monate dauern. Die Revision wird dann vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe verhandelt.

dpa/lby

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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