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Die Bergung des in der Donau versunkenen Autos ist spektakulär.

Peilschiff ortet untergegangenes Fahrzeug

Nach sechs Stunden ist das versunkene Auto aus der Donau geborgen

Passau - Ein Auto macht sich selbstständig und versinkt in der Donau. Die Experten entscheiden sich für eine Bergung, weil die Schifffahrt nun doch in Gefahr sein könnte. Die Aktion dauert länger und ist spektakulärer, als gedacht.

In einer spektakulären Aktion ist das in der Donau in Passau versunkene Auto geborgen worden. „Es hat insgesamt sechs Stunden gedauert und es war aufgrund der starken Strömung sehr schwierig“, sagte am Mittwoch Holger Eckhardt vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Passau (WSA). An der Bergung waren mehrere Boote, ein Taucher und ein Schwimmkran beteiligt. Der Mietwagen war am Samstag vor den Augen seines entsetzten Fahrers in die Donau gerollt und dort versunken.

Die Bergungsmaßnahme wurde umfangreicher als zunächst angenommen. „Die Strömung war so stark und die Sicht so schlecht, dass der Taucher das Seil des Schwimmkrans nicht richtig an dem Fahrzeug befestigen konnte“, erläuterte Eckhardt. Daher wurde zunächst nur die Heckklappe und der Auspuff des Autos abgerissen. Kurzerhand wurde der Kran umgebaut und mit einer Baggerschaufel versehen. Dieser konnte schließlich das Wrack erwischen und ans Ufer hieven.

Die Bergung kostet einen hohen fünfstelligen Betrag

Die Bergung kostet nach Angaben des WSA einen hohen fünfstelligen Betrag. „Es ist mit der Autovermietung abgesprochen, dass diese die Kosten übernimmt“, erläuterte Eckhardt. Ob dann die Versicherung des Autovermieters für den Schaden und die Bergung aufkommt, oder sich der Mieter beteiligen muss, ist noch unklar.

Der aus Thüringen stammende 54 Jahre alte Mieter des Fahrzeugs war am vergangenen Samstag mit Ladungsarbeiten beschäftigt gewesen, als sich das Auto plötzlich selbstständig machte und mit offener Heckklappe in die Donau stürzte. Der Wagen schwamm noch einige Zeit an der Wasseroberfläche und ging dann vor den Augen seines Mieters unter. Der 54-Jährige hatte angeben, er habe die elektronische Handbremse angezogen.

Zunächst wollte das WSA auf eine Bergung verzichten, weil das Fahrzeug in einem bis zu 20 Meter tiefen Bereich der Donau vermutet wurde. Dann hatte aber ein Peilschiff der Wasserschutzpolizei das Wrack etwa 800 Meter entfernt in der Fahrrinne des Flusses in sechseinhalb Metern Tiefe entdeckt. „Da wir nicht ausschließen konnten, dass die Strömung das Fahrzeug weiter mitreißt und die Schifffahrt gefährdet, haben wird uns für die Bergung entschieden“, erklärte Eckhardt.

dpa

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