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Soll nach Auffassung seiner Verteidiger freigesprochen werden: Ex-Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber.

Ex-Waffenhändler vor Gericht

Verteidiger fordern Freispruch für Schreiber

Augsburg - Im Strafprozess gegen den Ex-Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber hat die Verteidigung einen Freispruch von allen Anklagepunkten gefordert.

Der 79-Jährige habe sich weder einer millionenschweren Steuerhinterziehung schuldig gemacht, noch habe er im Zusammenhang mit einem Panzergeschäft den CSU-Politiker und damaligen Rüstungsstaatssekretär Ludwig-Holger Pfahls bestochen, erklärten die Verteidiger am Dienstag vor dem Landgericht Augsburg.

Die Staatsanwaltschaft dagegen hatte Ende Oktober zehn Jahre und drei Monate Haft für Schreiber wegen Steuerhinterziehung und Bestechung gefordert.

Schreiber galt in den 1990er-Jahren als eine Schlüsselfigur der CDU-Spendenaffäre und war bereits wegen Steuerhinterziehung in Höhe von mehr als sieben Millionen Euro zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil jedoch auf und gab das Verfahren zurück nach Augsburg. In dem neuen Prozess muss die Strafkammer auch klären, ob der Vorwurf der Bestechung von Pfahls durch Schreiber möglicherweise verjährt ist.

dpa

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