Jana Novotna mit nur 49 Jahren gestorben

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Mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt: Landrat Martin Wolf.

61-Jähriger leidet an Gedächtnisstörungen

Verunglückter Pfaffenhofener Landrat wieder ins Amt gewählt

Pfaffenhofen - Mit überwältigender Mehrheit hat Amtsinhaber Martin Wolf die Landratswahl in Pfaffenhofen gewonnen. Ob der CSU-Politiker diese jedoch annehmen kann, ist derzeit fraglich.

Update vom 26. Mai 2017: Der CSU-Politiker Martin Wolf (CSU) nimmt seine Wahl zum Landrat an. 

Die schwierige Wahl im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm ist eindeutig für den Amtsinhaber ausgegangen. Martin Wolf (CSU), der bei einem Motorradunfall vor fünf Wochen schwere Verletzungen erlitten hatte, wurde erneut zum Landrat gewählt. Obwohl ungewiss ist, ob der 61-Jährige die Wahl annehmen kann, haben ihn 74,6 Prozent der Bürger erneut gewählt. Dies teilte das Landratsamt am Sonntagabend mit. Mit rund 34 Prozent gab es allerdings nur eine schwache Wahlbeteiligung.

Kurz vor der Wahl hatte sich herausgestellt, dass der Landrat auch an Gedächtnisstörungen leidet, in der Fachsprache Amnesie genannt. Dennoch trat der 61-Jährige wieder an. Wolf war am 2. April nahe München auf seinem Motorrad von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden.

Neuwahl in drei Monaten möglich

Der Pfaffenhofener Landrat hat bis Mitte des Monats Zeit für die Entscheidung, ob er seine Wiederwahl annimmt oder nicht. Erst müsse der Wahlausschuss am Montagnachmittag das amtliche Endergebnis feststellen und darüber ein Protokoll anfertigen, erläuterte Karl Huber vom Landratsamt das weitere Vorgehen.

Danach werde dem Landrat das Ergebnis schriftlich oder mündlich mitgeteilt. Dies könne wegen der besonderen Umstände bis etwa Mitte der Woche dauern, so der Behördensprecher. Wolf ist derzeit in einer Klinik. Erst dann beginne eine Wochenfrist, innerhalb derer der 61-Jährige sich entscheiden muss. Mit der Regierung von Oberbayern als Aufsichtsbehörde wird nach den Worten Hubers geklärt, auf welche Weise Wolf seinen Willen kundtun kann. Sollte er die Wahl nicht annehmen, müsste binnen drei Monaten eine Neuwahl stattfinden.

Neben Wolf traten der Flugzeugmechaniker Norbert Ettenhuber (52) von den Grünen und der Pfaffenhofener FDP-Stadtrat Franz Niedermayr (56) an, die mit jeweils weniger als 13 Prozent der Stimmen keine Chance hatten.

dpa

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