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Auf eine Vakuum-Matratze betteten die österreichischen Einsatzkräfte den verunglückten Rodler aus Bayern.

Suchhund findet Verunglückten

Bayer verunglückt beim Rodeln: Rettung nach 24 Stunden im Schnee

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Ein Rodler aus Bayern ist am Dienstag am österreichischen Wildkogel verunglückt. Nach langer Suche findet ihn die Bergrettung am nächsten Tag lebend - dank eines Suchhundes.

München/Mittersill - Ein Ehepaar aus dem Landkreis Augsburg war am Dienstagmittag zu einer gemeinsamen Abfahrt auf einer Rodelbahn in der österreichischen Wildkogel-Arena im Oberpinzgau unterwegs. Auf halber Strecke überholte die Ehefrau ihren 51-jährigen Mann. Doch nachdem sie an der Hütte „Zwischenzeit“ angekommen war, wartete sie vergebens auf ihren Gatten. Also fuhr sie wieder nach oben und die Strecke ein zweites Mal ab, um ihn zu suchen. Doch auch bei der zweiten Fahrt konnte sie ihren Ehemann nicht finden. Also alarmierte sie schließlich am Abend die Einsatzkräfte.

20 Bergretter machten sich gegen 18.30 Uhr mit zehn Mitarbeitern der Bergbahnen, zwei Suchhunden und einem Alpinpolizisten sofort auf den Weg. Doch auch sie konnten den Mann zunächst nicht finden. Und das Wetter wurde immer schlechter. Wegen eines Schneesturms, der Lawinensituation und der Dunkelheit musste die Suche am Abend abgebrochen werden. Erst in den Morgenstunden konnte es weitergehen. Das Mobiltelefon des Mannes war auch in der Früh noch aktiv, eine genaue Handyortung sei aber nicht möglich gewesen, teilte die Bergrettung Österreich mit. Über Nacht waren rund 30 Zentimeter Neuschnee gefallen, was die Suche besonders schwierig machte. Ein Hubschrauber-Einsatz war nicht möglich. Und allmählich wurde die Zeit knapp.

In unserem Ticker erfahren Sie, wie hoch die Lawinengefahr in den Alpen derzeit ist.

Per Seilbergung zogen die Retter den 51-jährigen Mann aus dem Waldstück neben der Rodelbahn.

Suchhund „Djuke“ findet Verschollenen am frühen Vormittag

Auf die richtige Fährte brachte die Retter schließlich der Suchhund „Djuke“. Er machte sein Herrchen auf den verunglückten Rodler aufmerksam. Der Hundeführer fand den Mann schließlich gegen 10.30 Uhr - etwa 50 Meter unterhalb der Rodelbahn in einem Waldstück auf 1200 Metern Höhe. Der Mann war stark unterkühlt, aber noch am Leben. Per Seilbergung und Skidoo brachten die Bergretter den 51-Jährigen ins Tal und schließlich in ein Krankenhaus.

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Sein Zustand sei kritisch, sagte eine Polizeisprecherin gestern. Aber dass er nach fast 24 Stunden bei den winterlichen Temperaturen noch am Leben ist, sei schon großes Glück.

Die Absturzstelle: Hier verunglückte der Rodler aus Bayern.

Dominik Göttler

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