Münchner (53) brutal zusammengeschlagen - Täter flüchtig

Münchner (53) brutal zusammengeschlagen - Täter flüchtig
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Ortsschild von Freienfels. Nach Jahrzehnten der Isolation in seinem Elternhaus ist ein 43-Jähriger in Oberfranken in ein Krankenhaus gebracht worden. Foto: Nicolas Armer

"Er wird durch unser qualifiziertes Personal versorgt"

Verwahrloster nach Jahrzehnten befreit: So geht es ihm jetzt

Noch ist vieles unklar, doch der Fall sorgt schon jetzt für Aufsehen. Mehrere Jahrzehnte wurde ein Mann in Bayern in seinem Elternhaus isoliert.

Nach der Entdeckung eines von der Außenwelt abgeschotteten 43-Jährigen in seinem Elternhaus in Oberfranken ist der Mann in Therapie.

"Ihm geht es den Umständen entsprechend, er wird durch unser qualifiziertes Personal versorgt", sagte ein Sprecher des Bezirks Oberfranken. Der Mann aus dem Hollfelder Ortsteil Freienfels im Landkreis Bayreuth war von der Polizei ins Bezirkskrankenhaus gebracht worden. "Die Therapie wird bis auf Weiteres in unserem Hause durch unser spezialisiertes Team von Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften erfolgen", so der Sprecher. Weitere Auskünfte gaben der Bezirk und der zuständige Arzt zunächst nicht.

Der 43-Jährige war als Kind zunächst zur Grundschule gegangen, später aber als nicht schulfähig eingestuft worden. Danach lebte er nach Angaben der Polizei 20 bis 30 Jahre lang bei seinen Eltern. Ende September hatte die Polizei ihn nach einem Hinweis abgeholt.

Die Polizei weiß noch nicht genau, ob seine Eltern den Mann gegen seinen Willen festgehalten hatten oder ob er die Möglichkeit hatte, das Anwesen zu verlassen - dies aber nicht wollte. Der Mann sei verwahrlost, aber nicht unterernährt gewesen. Gegen die Eltern werde wegen Körperverletzung durch Unterlassung und auch Freiheitsberaubung ermittelt. Ob dieser Verdacht aber haltbar sei, stehe noch nicht fest. Die Polizei bezeichnet den Fall als persönliche Tragödie.

dpa

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