+
Derzeit wird knapp die Hälfte der negativen Asyl-Entscheidungen des Bundesamts angefochten.

Weitere Stellen gefordert

Verwaltungsgerichte befürchten mehr Asyl-Verfahren

Ansbach - Die Verwaltungsgerichte in Bayern befürchten, dass die Asyl-Entscheidungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) künftig häufiger vor Gericht angefochten werden könnten.

Die Qualität der Entscheidungen werde weder durch eine Beschleunigung der Verfahren noch durch die Einstellung vieler neuer Entscheider beim BAMF erhöht werden, zeigte sich der Präsident des Verwaltungsgerichts Ansbach, Olgierd Adolph, laut Mitteilung vom Dienstag besorgt. Wenn ein Asylantrag nicht sorgfältig geprüft und wenig begründet abgelehnt werde, müsse ein Gericht dies im Klageverfahren nachholen. Derzeit werde knapp die Hälfte der negativen Asyl-Entscheidungen des Bundesamts angefochten.

Sorgen bereiten den Gerichten außerdem die sogenannten Dublin-Verfahren. Dabei geht es um Menschen, die bereits in einem anderen europäischen Staat einen Asylantrag gestellt haben, aber dann nach Deutschland weitergereist sind. Ein Rückgang dieser Gerichtsverfahren sei nach wie vor nicht feststellbar, waren sich die Präsidenten der bayerischen Verwaltungsgerichte bei ihrer Frühjahrstagung in Ansbach einig. Vielmehr könnten diese Prozesse, welche die Gerichte zunehmend belasten, weiter ansteigen.

Durch den Anstieg der Asylverfahren müssten im Haushalt des Freistaates auch für 2017 weitere Stellen für die Verwaltungsgerichte vorgesehen werden, forderten die Gerichts-Präsidenten. Der konkrete Bedarf müsse jedoch erst ermittelt werden.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Zwei Jahre nach Axt-Attacke von Würzburg: Opfer des Anschlags heiraten 
Nach der Axt-Attacke in einem Regionalzug in Würzburg vor zwei Jahren leiden die Opfer, chinesische Touristen, noch immer unter den Folgen des Anschlags. Doch es gibt …
Zwei Jahre nach Axt-Attacke von Würzburg: Opfer des Anschlags heiraten 
Plötzlich eingestürzt: Bauarbeiter (41) von acht Meter hoher Mauer erschlagen
Tödlicher Einsturz: Eine acht Meter hohe Ziegelmauer erschlägt 41-jährigen Bauarbeiter. Unklar ist, wie es zu dem Unglück kommen konnte.
Plötzlich eingestürzt: Bauarbeiter (41) von acht Meter hoher Mauer erschlagen
Kurios: An diesem bayerischen Friedhof entscheidet Losglück über die letzte Ruhestätte
Zum ersten Mal seit 1972 vergab Berchtesgaden wieder Gräber auf dem Alten Friedhof neu. Kurios: Bei 280 Bewerbern für 200 Grabstellen entschied das Los.
Kurios: An diesem bayerischen Friedhof entscheidet Losglück über die letzte Ruhestätte
Zeugen gesucht: Mädchen (9) wird frontal von Auto erfasst und stirbt
Am Montag wurde eine Neunjährige frontal von einem Auto erfasst. Das Mädchen wurde lebensgefährlich verletzt und starb am Dienstag im Krankenhaus.
Zeugen gesucht: Mädchen (9) wird frontal von Auto erfasst und stirbt

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.