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Verurteilung ist rechtskräftig: Die Richter in Karlsruhe verwarfen am Dienstag die Revision der Münchner Staatsanwaltschaft. Sie hatte eine härtere Bestrafung der Allgäuer Syrien-Heimkehrerin gefordert.

BGH verwirft Revision der Münchner Staatsanwaltschaft

Verurteilung von Allgäuer Islamistin ist rechtskräftig

Karlsruhe - Die Verurteilung einer Islamistin aus dem Allgäu zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung ist rechtskräftig.

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte am Dienstag ein entsprechendes Urteil des Landgerichts München. (Az.: 3 StR 218/15)

Damit verwarfen die Karlsruher Richter die Revision der Münchner Staatsanwaltschaft, die eine härtere Bestrafung erreichen wollte. Die Frau war im Januar 2014 mit ihren damals drei und sieben Jahre alten Töchtern nach Syrien gereist. Dort wurde sie die Zweitfrau eines „Gotteskriegers“. Dieser hatte sich der Al-Nusra-Front angeschlossen, dem syrischen Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida.

Nach ihrer Rückkehr verurteilte das Landgericht die Frau aus Immenstadt im Allgäu wegen Entziehung Minderjähriger. Die Staatsanwaltschaft legte gegen das Urteil Revision beim BGH ein: Sie hatte drei Jahre Haft gefordert und wollte eine Verurteilung auch wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat erreichen. Die Angeklagte und ihr Anwalt waren nicht nach Karlsruhe gekommen.

dpa

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