China-Wirt kämpft gegen Ekel-Gerüchte

Regensburg - Der Wirt eines chinesischen Lokals wehrt sich gegen fiese Gerüchte, die ein Unbekannter gezielt streut. Der verzweifelte Gastronom geht jetzt an die Öffentlichkeit und betont: Bei mir gibt es keine Katzen!

Ein eigenes China-Restaurant zu haben, im schönen Regensburg das war lange der Traum von Familie Hu. Vor zwei Jahren war es dann so weit: In der Walhalla-Allee eröffneten sie ihr Shangri-La. Erfolgreich!Genau das scheint aber jemandem nicht gefallen zu haben, denn seit einigen Monaten werden gezielt Gerüchte gestreut: „Die Hus, die braten Katzen!“ Wer heizt hier die Gerüchteküche an? Alles begann damit, dass jemand behauptete, in der Tiefkühltruhe der Gastronomen habe das Gesundheitsamt 20 Katzen entdeckt. Völliger Humbug.

Doch die Gruselmär machte schnell die Runde. Bald riefen sogar Regensburger bei der Behörde selbst an und fragten, ob „das mit den Katzen“ denn stimme. Das Amt fiel aus allen Wolken – kontrollierte das Shangri-La mehrmals. Auch das Umwelt- und Rechtsamt schalteten sich ein. Fehlanzeige! Bei den Gastronomen wurde nichts gefunden: Die Küche war sauber, keine Spur von Katzenfleisch oder anderem Ekelproviant. Ladenbesitzer Li Ji Hu ist jetzt völlig verzweifelt.

Umsätze brachen ein

Seine Umsätze sind wegen der Lügengenschichten um satte 80 Prozent eingebrochen. „Wir haben nie Katzenfleisch verwendet oder gelagert – niemals“, betonte der 26-Jährige gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung. Er hat Angst, bald schließen zu müssen. Aber Hu, der das Lokal mit seiner Mutter und seinem Vater betreibt, gibt nicht auf. Es wurde Anzeige gegen Unbekannt gestellt und ein Anwalt eingeschaltet. Aber der Gastronom weiß: Seine einzige Chance ist, dass sich schnell herumspricht, dass an den Katzen-Geschichten nichts dran ist, dass alles „nur erfunden war“. „Dann hat der Albtraum vielleicht ein Ende“, hofft Hu.

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