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Trauer in Winnenden nach dem Amoklauf.

Viele Nachahmungstäter nach Amoklauf von Winnenden

München - Nach dem Amoklauf von Winnenden hat es in Bayern zahlreiche Drohungen von Nachahmungstätern gegeben.

Lesen Sie dazu:

Winnenden: Tim K. recherchierte Amokläufe im Internet 

Tatort Schule - Wenn Jugendliche zur Waffe greifen

Betroffene Eltern schließen Aktionsbündnis

Seit der Tat am 11. März seien im Freistaat 148 Fällen gemeldet worden, bestätigte das bayerische Innenministerium am Mittwoch einen Bericht der "Welt". Die Polizei stellte zahlreiche Waffen und Computer sicher. Mehrere Schüler wurden in psychiatrische Behandlung gebracht. Auch ein Lehrer wollte sich mit einem Gewaltakt rächen - der Pädagoge an einer Waldorfschule hatte seinen Job verloren.

Der Amoklauf im Internet

Amoklauf in Realschule bei Stuttgart

Der Liste zufolge gingen bei der Polizei in Bayern einen Tag nach der Tat von Winnenden mehr als 20 Hilferufe ein. Seit dem Amoklauf von Winnenden registrierte die Polizei im Freistaat Woche für Woche Morddrohungen von Jugendlichen an bayerischen Schulen. Die Polizei beschlagnahmte Computer, Mobiltelefone, Softair-Pistolen, ein Luftgewehr, ein Zierschwert, mehrere Messer und Wurfsterne.

"Erschreckend ist, wie viele junge Menschen aus Jux und Tollerei mit angekündigten Amoktaten Menschen in Angst und Schrecken setzen", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) der "Welt". Zugleich warnte er potenzielle Trittbrettfahrer vor ernsthaften strafrechtlichen und finanziellen Folgen. Die Ankündigung eines Amoklaufs sei eine gravierende Straftat, für die das Strafgesetzbuch Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren, mindestens aber eine Geldstrafe vorsehe. "Solche Taten können die Zukunft eines jungen Menschen zerstören. Denn welcher Arbeitgeber stellt einen Bewerber ein, der wegen der Ankündigung eines Amoklaufs vorbestraft ist", unterstrich der Innenminister.

dpa

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