S-Bahn: Polizei ermittelt - Verspätungen auf Stammstrecke im Berufsverkehr

S-Bahn: Polizei ermittelt - Verspätungen auf Stammstrecke im Berufsverkehr

Verkehrschaos

Schneefall bremst Verkehr in Franken aus

Bayreuth/Regensburg - Neuschnee hat in der Nacht zum Montag vor allem in Franken und in der Oberpfalz zu Zugverspätungen und Unfällen geführt. Auf der A7 kam ein Fahrer ums Leben.

In Franken ist der Winter am Montag mit Macht zurückgekehrt. Bis zu 25 Zentimeter Neuschnee fielen in der Nacht. Am Morgen gab's für viele Pendler deshalb ein böses Erwachen: Sie steckten im Berufsverkehr im Stau fest oder warteten vergeblich auf Bus und Bahn. 

„Es hat einen Streifen vom Bayernwald zum Untermain erwischt“, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes in München. Die Polizei zählte rund 200 Unfälle.

Auf der Autobahn 7 zwischen Marktbreit (Landkreis Kitzingen) und Gollhofen (Kreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) kam ein 44 Jahre alter Lastwagenfahrer ums Leben. Vermutlich wegen Schneeglätte war der Wagen ins Schleudern geraten. Ein nachfolgender Laster rammte das querstehende Fahrzeug. Der 44-Jährige wurde aus dem Fahrerhaus geschleudert und starb noch an der Unfallstelle.

Rund 150 Unfälle in einer Nacht

Allein in Mittelfranken kam es zwischen 1.30 Uhr und 10.30 Uhr zu rund 150 zumeist kleineren Verkehrsunfällen - etwa dreimal so viele wie üblich. „Alles ist glimpflich abgelaufen“, sagte ein Sprecher. Allerdings sei es mehrfach zu längeren Staus gekommen, weil querstehende Lastwagen die Straßen blockierten.

Mit mehr als 20 Zentimetern Neuschnee allein bis zum Morgen hat es die Stadt Nürnberg und deren östliches Umland am heftigsten erwischt. „Wir haben im Bus- und Straßenbahnbereich größere Probleme gehabt wegen der Witterung“, berichtete eine Sprecherin der Verkehrs-Aktiengesellschaft VAG. Im morgendlichen Berufsverkehr hätten die Verspätungen bis zu 40 Minuten betragen. Den Bussen machten vor allem Steigungen und die Straßen blockierende Autos zu schaffen. Die Straßenbahner kämpften gegen Schnee, der an Kreuzungen von den Autos in Schienen und Weichen gedrückt wurde.

Neun Verletzte in der Oberpfalz

Auch im Nordwesten Bayerns waren die Straßen rutschig. „Wir haben im gesamten Unterfranken zahlreiche Unfälle, die zum großen Teil glimpflich und mit Sachschaden verlaufen sind“, sagte ein Polizeisprecher in Würzburg.

In der Oberpfalz wurden neun Menschen bei sechs Unfällen leicht verletzt, zwei davon waren von Autos erfasste Fußgänger. Die übrigen Zusammenstöße hatten nur Blechschäden zur Folge.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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