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Ein angefahrener und verendeter Fuchs an einer Bundesstraße.

Achtung, Reh quert! Viele Wildunfälle im Herbst

Feldkirchen/München - Wunderschön ist es, die Sonne auf- oder untergehen zu sehen. Gerade beim Autofahren ist in der Dämmerung aber Vorsicht geboten: Auch die Wildtiere sind jetzt unterwegs - oft kommt es im Herbst deshalb zu Unfällen. Worauf Sie am Steuer achten sollten:

Der Bayerische Jagdverband (BJV) hat vor Wildunfällen in der Dämmerung gewarnt. Im Herbst nach der Umstellung auf die Winterzeit steige jedes Jahr die Zahl der Unfälle in den Morgen- und Abendstunden, teilte der Verband am Freitag in Feldkirchen mit. “Besonders gefährlich sind Übergangsbereiche zwischen Wald und Feld, denn hier wechselt das Wild zwischen seinen Rückzugsgebieten und den jetzt abgeernteten Feldern“, warnte Verbandspräsident Jürgen Vocke laut Mitteilung. Risikogebiete seien auch neu gebaute Straßen, weil das Wild die gewohnten Strecken zunächst beibehalte.

In Bayern ereignen sich deutschlandweit die meisten Wildunfälle

Rund 215 000 Unfälle allein mit Rehwild habe es der bundesweiten Statistik zufolge im vergangenen Jahr gegeben. Die meisten der Zusammenstöße - mehr als 44 000 - ereigneten sich im Flächenstaat Bayern. Unter anderem mit Reflektoren und Duftzäunen versuchten die Jäger des BJV, das Wild von der Fahrbahn fernzuhalten.

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Wildtierunfall: Das passiert beim Aufprall

Dennoch müssten die Autofahrer gerade jetzt aufmerksam sein. Sie sollten auf die Warnschilder achten und langsamer fahren. Vor allem in Waldgebieten sollte bei Dunkelheit das Fernlicht eingeschaltet bleiben, um eine möglichst lange Strecke zu überblicken. Komme es trotzdem zu einem Wildunfall, müsse die Polizei verständigt werden - auch, wenn das Tier davonlaufe. Es könne dennoch schwer verletzt sein. “Aus Gründen des Tierschutzes ist es daher enorm wichtig, dass auch diese Kollisionen gemeldet werden.“ Keinesfalls sollte der Autofahrer totes Wild in den Kofferraum legen und wegfahren. Das ist Wilderei und somit strafbar.

dpa

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