Polizei ermittelt

Vier Männer schlachten Tiere ohne Betäubung

Ochsenfurt - Weil sie mehrere Tiere ohne vorherige Betäubung getötet haben sollen, müssen vier Männer aus Unterfranken nun mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Den Männern im Alter von 22 bis 54 Jahren wird vorgeworfen, gegen das Tierschutzgesetz verstoßen zu haben. Das Veterinäramt des Landkreises Würzburg war am Freitag anonym darauf hingewiesen worden, dass in einer Scheune in Ochsenfurt Tiere ohne vorherige Betäubung geschächtet würden, sagte eine Behördensprecherin am Dienstag. In der Scheune fand die Veterinärin fünf tote und etwa 50 lebende Schafe und Ziegen.

Schächten ist eine rituelle Art der Tierschlachtung, die von Juden und Muslimen ausgeübt wird. In Deutschland dürfen die Tiere ohne Betäubung nach Angaben des Veterinäramtes nur geschlachtet werden, wenn die religiöse Notwendigkeit dafür bewiesen werden kann. Im Landkreis Würzburg sei dieser Antrag aber noch nie gestellt worden.

Der Polizei und dem Landratsamt zufolge ist ein Zusammenhang der kriminellen Tat in Ochsenfurt mit dem höchsten islamischen Opferfest Kurban Bayrami (türkische Bezeichnung) wahrscheinlich. Mit dem Fest erinnern Gläubige an die Bereitschaft Ibrahims (Abrahams), einen Sohn zu opfern, um Gott seinen Glauben zu beweisen. Im Rahmen dieser viertägigen Feier werden Paarhufer geopfert. Beliebtes Opfertier ist das Schaf.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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