Tragischer Badeunfall

Vierjährige ertrinkt in Kurklinik

Aschau im Chiemgau - Ein vierjähriges Mädchen ist nach einem Badeunfall in einer Kurklinik im oberbayerischen Aschau im Chiemgau (Landkreis Rosenheim) gestorben.

Die Polizei geht von einem tragischen Unglück aus. Kripobeamte sollen nun klären, wie es dazu kommen konnte.

Das Mädchen war am Freitagnachmittag unter Aufsicht von Betreuerinnen mit anderen Kindern in einem 1,30 Meter tiefen Becken gewesen. Plötzlich entdeckte eine der Betreurinnen die Vierjährige leblos im Wasser. Helfer zogen das Kind aus dem Becken und begannen mit Wiederbelebungsversuchen, die ein Notarzt fortsetzte. Ein Rettungshubschrauber flog die Kleine danach in eine Spezialklinik nach München, wo Ärzte weiter um ihr Leben kämpften. Am Sonntag jedoch mussten sie die Vierjährige für tot erklären.

Das Mädchen stammt aus dem Landkreis Landsberg am Lech und war mit seiner Mutter in der Kurklinik Sonnenbichl. Ob die Vierjährige schon schwimmen konnte und ob sie zum ersten Mal in der Mutter-Kind-Klinik im Schwimmbecken war, konnten am Montag zunächst weder Polizeisprecher Stefan Sonntag noch Heine-Wirkner sagen.

Nach Angaben der Vorsitzenden des Frauenwerks, Träger der Klinik Sonnenbichl, hatten zwei Frauen zum Zeitpunkt des Unfalls neun Kinder betreut. „Alle im Haus sind unter Schock“, sagte Heine-Wirkner. Seelsorger kümmerten sich um Angestellte und Kurgäste. Einige der Mütter seien mit ihren Kindern schon abgereist. Eigentlich dauere eine Kur drei Wochen, die aktuelle wäre am 2. Februar geendet.

Polizeisprecher Sonntag sagte am Montag, die Ermittler hätten noch nicht mit den Kindern und Betreuerinnen gesprochen, weil diese noch unter Schock gestanden hätten. Die Kripo stehe noch ganz am Anfang.

Für die anderen Teilnehmer werde die Mutter-Kind-Kur nun abgebrochen, sagte die Vorsitzende des Frauenwerks Stein, Isolde Heine-Wirkner. „Das macht so ja keinen Sinn mehr.“

Mehr Informationen zu dem tragischen Vorfall finden Sie bei rosenheim24.de.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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