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Gefährliches Hundevirus in Bayern aufgetaucht – es endet in jedem Fall tödlich

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Von: Laura May

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Eine Frau geht mit einem Golden Retriever im Wald spazieren.
Vor allem im Wald sollten Hundebesitzer aufpassen./Symbolbild © Markus van Offern/Imago

Im Landkreis Landshut ist die sogenannte Pseudowut aufgetaucht – für Haustiere verläuft die Herpeserkrankung tödlich, für den Menschen ist sie ungefährlich.

Landshut – In Bayern ist das vor allem für Hunde und Katzen tödlich verlaufende Aujeszky-Virus aufgetaucht. Bei der Aujeszkyschen Krankheit, auch genannt Pseudowut, handelt es sich um eine Herpesinfektion, die beim Kontakt mit Speichel, Blut oder rohem Schweinefleisch übertragen wird, erklärt das Landratsamt Landshut in einer aktuellen Mitteilung.

Vor allem Tierbesitzer im nördlichen Landkreis Landshut sollten besonders aufpassen, was ihre Vierbeiner beim ausgiebigen Waldspaziergang essen. Bei einer stichprobenartigen Untersuchung eines Wildschweins im Raum Rottenburg wurde das Aujeszky-Virus festgestellt.

Hundevirus in Bayern: Wenn sich Tiere infizieren, sterben sie

Haustiere wie Hunde und Katzen, aber auch Nutztiere wie Hausschweine und Kühe können sich mit der Krankheit infizieren. Für den Menschen besteht keine Gefahr. Hauptwirte des Virus sind Wildschweine und Ratten. Für sie verläuft die Krankheit nicht tödlich, aber sie verbreiten sie.

Das Virus hält sich im gepökeltem Fleisch bis zu 20 Tagen und überlebt auch in Urin, Mist und Boden für einige Zeit. Damit kann der Erreger nicht nur bei direktem Kontakt mit infizierten Wild- bzw. Hausschweinen, sondern auch über Gegenstände und aus infizierten Tieren hergestellten Lebensmitteln übertragen werden, so informiert das Veterinäramt.

Hundevirus: Das Veterinäramt Landshut empfiehlt folgende Hinweise zu beachten

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Hundevirus: Einmal infiziert, tragen die Tiere das Virus ihr Leben lang im Körper

Wie auch bei bekannten Herpeserkrankungen, bleibt das Virus ein ganzes Leben lang als Erreger latent im Körper des infizierten Lebewesens. Unter bestimmten Voraussetzungen, etwa Stress oder einer Störung der Abwehrkräfte, kann die Krankheit ausbrechen und infektiös werden.

„Bei Hunden äußert sich die Krankheit in auffälligem und aggressivem Verhalten bzw. Orientierungslosigkeit der Tiere, Bewegungsstörungen, Speichelfluss und meistens extremen Juckreiz bis zur Selbstverstümmelung“, informiert der Landkreis weiter.

Hunde, Katzen und weitere Haustiere können sich zwar untereinander in der Regel nicht anstecken, die Krankheit verläuft aber in der Regel tödlich für sie. Es gibt auch keinen Impfstoff gegen die Pseudowut.

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