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Den Feldsperling zieht es ganz besonders in die Städte. Er findet aufgrund der industrialisierten Landwirtschaft immer weniger geeigneten Lebensraum.

Verlagerung des Lebensraumes

Vögel leben zunehmend in Dörfern und Städten

Hipoltstein - Ihr Lebensraum wird im Freistaat immer knapper. Deshalb ziehen Vögel zunehmend in Dörfer und Städte.

Immer mehr Vogelarten in Bayern zieht es aus der freien Landschaft in Dörfer und Städte. Dies zeige die diesjährige Zählaktion „Stunde der Gartenvögel“, teilte der Landesbund für Vogelschutz (LBV) am Freitag in Hilpoltstein mit.

Besonders in die Städte zieht es den Feldsperling. „Da aufgrund der industrialisierten Landwirtschaft immer weniger Feldsperlinge geeigneten Lebensraum im Agrarland finden, wandern immer mehr in unsere Städte und Dörfer ab“, erklärte LBV-Agrarbiologe Alf Pille. Gärten und Parks würden daher als Rückzugsgebiete immer wichtiger. Am häufigsten gezählt wurden wie in den vergangenen zwei Jahren Spatz, Amsel und Star.

Neben Goldammern und Buntspechten werde auch der Grünspecht in Siedlungsgebieten immer häufiger. Grünfinken dagegen gebe es heuer weniger. In einigen Regionen liege dies an einer Infektion. Auch die Zahl der Mehlschwalben und Mauersegler gehe zurück. „Grund dafür sind fehlende Nistmöglichkeiten an modernen oder sanierten Gebäuden, ein Rückgang von Fluginsekten als Nahrung und die Auswirkungen des Klimawandels auf die komplexen Wanderungen dieser Arten nach Afrika und zurück“, sagte Pille.

dpa

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