Stunde der Wintervögel

Vögel profitieren vom milden Wetter - besonders Kohlmeisen

Hilpoltstein - Etliche Vogelarten haben im vergangenen Jahr von den milden Temperaturen profitiert. Dank dreier Bruten war die Kohlmeise der häufigste Wintervogel in Bayerns Gärten.

Dies ergab die Vogel-Zählaktion „Stunde der Wintervögel“ des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) und des Naturschutzbundes Nabu. Außerdem wurden so viele Zaunkönige wie noch nie gezählt, teilte der LBV am Freitag mit. Auch Amseln und Rotkehlchen half das milde Wetter. 2014 war in Deutschland das wärmste Jahr seit mehr als 130 Jahren.

Ungewöhnlich hoch war auch die Zahl der Eisvögel im Freistaat. In diesem Winter waren es 107 - doppelt so viele wie in den Vorjahren. Und auch so viele Stare wie noch nie verbrachten den Winter in Bayern. Wurden in den Vorjahren meist um die 1000 der Zugvögel gezählt, waren es dieses Mal knapp fünfmal so viele. Mit mehr als 40 waren am Zählwochenende Anfang Januar auch noch ungewöhnlich viele Rotmilane in Bayern.

Im Freistaat haben sich knapp 22 000 Menschen an der Aktion beteiligt. Sie zählten mehr als 550 000 Vögel und im Schnitt 37 Tiere pro Garten.

dpa/lby

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