Fälle häufen sich

Vogelgrippe: Stallpflicht in acht Landkreisen Vogelgrippe 

Erlangen/Nürnberg - Die Vogelgrippe breitet sich immer weiter in Bayern aus. In mindestens acht Landkreisen herrscht inzwischen Stallpflicht - bald könnte sich eine weitere Stadt dem anschließen.

Wegen der Vogelgrippe haben inzwischen mindestens acht Landkreise in Bayern Stallpflicht erlassen. Geflügelhalter dürfen inzwischen auch in bestimmten Gebieten der Landkreise Miesbach, Fürstenfeldbruck, Weilheim-Schongau und Landsberg am Lech ihre Tiere nicht mehr ins Freie lassen. Gleiches galt bereits für die Landkreise Lindau, Starnberg, Rosenheim und Traunstein.

Das Landratsamt in Freising denkt derzeit darüber nach, eine Stallpflicht zu erlassen, nachdem bei mehreren Wildenten das Vogelgrippe-Virus nachgewiesen wurde. Derzeit prüft das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), ob es sich dabei ebenfalls um die hochansteckende Variante H5N8 handelt.

Auch in Nürnberg sei nach Informationen des Landesamts für Gesundheit die Vogelgrippe bei einer Reiherente und einem Schwan festgestellt worden, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Falls es sich dabei um den Typ H5N8 handeln sollte, werde auch in Nürnberg im Umkreis von einem Kilometer um den Wöhrder See eine Stallpflicht erlassen.

Koordinierungskreis  wurde eingerichtet

Bestätigte Fälle von H5N8 gibt es nach Angaben eines Sprechers des Landesamtes bislang nur in den Landkreisen Lindau, Starnberg, Rosenheim und Traunstein. Miesbach und Freising warten noch auf die endgültigen Laborergebnisse. Im Kreis Fürstenfeldbruck wurde laut einer Sprecherin des Landratsamts noch kein toter Vogel entdeckt. Doch einige Landkreis-Gemeinden liegen in der Schutzzone um den Ammersee herum. Gleiches gilt für den Landkreis Weilheim-Schongau. Damit gibt es inzwischen Sperrgebiete am Ammersee, Bodensee, Chiemsee sowie am Tegernsee.

Auf Landesebene sei nun ein Koordinierungskreis eingerichtet worden, um die Zusammenarbeit aller Beteiligten zu stärken, sagte die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU). Zudem arbeite der Freistaat im Krisenstab des Bundeslandwirtschaftsministeriums mit, teilte das bayerische Umweltministerium mit.

dpa

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