Landesamt schlägt Alarm

Vogelgrippe weitet sich aus - tote Tiere auch am Chiemsee gefunden

Erlangen - Die Vogelgrippe in Bayern weitet sich aus. Verdachtsfälle gibt es nun auch rund um den Chiemsee. Betroffen sind jetzt auch die Landkreise Traunstein und Rosenheim.

Am Chiemsee seien bisher zehn tote Wasservögel gefunden worden, sagte Roman Schneider vom Landratsamt in Traunstein am Dienstag. Ein Schnelltest sei positiv gewesen.

Das das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen informierte am Dienstag über die neuen Fälle. Die Proben aus dem Bereich um den Chiemsee wurden an das Friedrich-Loeffler-Institut geschickt. Dort soll untersucht werden, ob die Wildtiere die hochansteckende Variante vom Typ H5N8 der Geflügelpest hatten. „Mit einem Ergebnis rechnen wir am Mittwoch“, erläuterte Schneider. Erst danach will die Behörde über weitere Maßnahmen entscheiden. Infrage kommen eine Sperrzone im Umkreis von drei Kilometern um die Fundorte der toten Vögel und eine Stallpflicht für Geflügelhalter.

Die Vogelgrippe grassiert in Bayern bereits am Bodensee und Ammersee. Bei acht bisher nachgewiesenen Fällen handelt es sich nach Angaben des LGL um die hochansteckende Variante vom Typ H5N8. Die Behörden baten die Bürger in ihren Landkreisen, tote Tiere umgehend beim Veterinäramt zu melden und die Kadaver nicht zu berühren. Zudem sollten Haustiere in Ufernähe möglichst nicht frei herumlaufen.

Der in mehreren europäischen Ländern nachgewiesene H5N8-Erreger kam vermutlich über Zugvögel aus Russland nach Mitteleuropa. Er gilt als ungefährlich für Menschen, ist aber eine Bedrohung für Hausgeflügel.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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