Vogelgrippe-Virus bei Wildente in Possenhofen aufgetaucht

Die hoch ansteckende Vogelgrippe ist nach Deutschland zurückgekehrt. Der gefährliche Virus H5N1 wurde nach Angaben der EU-Kommission vom Dienstag bei einer Wildente am Starnberger See in Possenhofen entdeckt.

Die Ente sei bei einer Jagd erlegt worden, wie die deutschen Behörden nach Brüssel meldeten. Es sei EU-weit der erste Fall in diesem Jahr, bei dem dieser Typ der Vogelgrippe bei einem Wildtier auftauche.

Die Jagd am Starnberger See, bei der die infizierte Wildente getötet wurde, liegt laut Kommission schon einige Wochen zurück: Die Jäger seien im Januar auf die fragliche Pirsch gegangen. Für Routinekontrollen habe man dann Proben von 35 Enten und vier Kanadagänsen untersucht. Bei einer Ente habe man den Virus gefunden.

Normalerweise schreibt das EU-Recht bestimmte Sicherheitsmaßnahmen vor, um eine Ausbreitung der Seuche zu vermeiden. Vor allem soll verhindert werden, dass sich Geflügel oder gefangene Vögel anstecken und Geflügelprodukte verseucht werden. Von diesen Maßnahmen könne nach einer Risikoabwägung in bestimmten Fällen abgesehen werden, ergänzte die Kommission. Im aktuellen Fall mache man von dieser Ausnahme Gebrauch, weil die Jagd schon länger zurückliege.

Zum bisher letzten Mal war H5N1 bei wilden Vögeln am 29. Februar 2008 festgestellt worden. Damals wurden elf kanadische Gänse in Großbritannien positiv getestet. Der letzte Ausbruch der Vogelgrippe H5N1 bei Nutzgeflügel datiert den Kommissionsangaben zufolge vom Oktober 2008 im Landkreis Görlitz in Sachsen.

dpa

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