Sperrzone: Keine Militärhubschrauber über Brutgebieten

Roth/Nördlingen - Zum Schutz seltener Vogelarten will die Bundeswehr künftig Gebiete im Nördlinger Ries meiden. Zahlreiche Brutgebiete sind dort künftig für Militärhubschrauber tabu.

Viele Brutgebiete im Nördlinger Ries seien künftig für Übungsflüge von Militärhubschraubern tabu. Darauf hätten sich der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und das im mittelfränkischen Roth stationierte Kampfhubschrauberregiment 26 geeinigt, teilten die Vogelschützer am Mittwoch in Hilpoltstein (Landkreis Roth) mit. “Ein solcher Verzicht auf Übungsflüge ist ein wichtiger Beitrag der Bundeswehr für den Artenschutz“, betonte LBV-Vorsitzender Ludwig Sothmann laut Mitteilung.

Vogelschützer hatten im vergangenen Jahr festgestellt, dass die regelmäßigen Übungsflüge der Kampfhubschrauberpiloten im Nördlinger Ries zunehmend Wiesenbrüter, wie den Großen Brachvogel, die Uferschnepfe und den Kiebitz vertrieben. Die Wiesenbrüter seien sehr scheu; häufige Störungen führten bei diesen Arten dazu, dass sie ihre Brut abbrechen. Die Wiesenflächen im Nördlinger Ries gehören nach LBV-Angaben zu den fünf wichtigsten bayerischen Brutgebieten des Großen Brachvogels. Die Art sei ebenso wie die Uferschnepfe und der Kiebitz vom Aussterben bedroht.

dpa

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