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Der Angeklagte im Gericht: Er soll bei dem Raubüberfall einen querschnittgelähmten 55-Jährigen und dessen 53 Jahre alte Ehefrau umgebracht haben.

Volkenschwand: Merkwürdiges Detail im Doppelmord entdeckt

Regensburg - Im Prozess um den Raubmord an einem Ehepaar aus dem niederbayerischen Volkenschwand ist am Dienstag ein merkwürdiges Detail aus den Ermittlungen bekanntgeworden.

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Ein Kripobeamter sagte vor dem Regensburger Landgericht als Zeuge aus, dass erst bei der zweiten Durchsuchung der Münchner Wohnung des Angeklagten zwei Luxus-Armbanduhren aus der Beute gefunden wurden. Demnach müsste jemand anderes die zwei Schweizer Uhren in dem Appartement deponiert haben, denn der beschuldigte 36-Jährige saß bei der erneuten Durchsuchung bereits in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hält den Mann aber für einen Einzeltäter.

Er soll einen 55 Jahre alte gelähmten Geschäftsmann die Kehle durchgeschnitten und dessen zwei Jahre jüngere Ehefrau mit einem Genickschuss umgebracht haben. Die Haushaltshilfe des Paares überlebte den Überfall trotz zweier Kopfschüsse mit schwersten Verletzungen. Der 36-Jährige bestreitet, an dem Doppelmord beteiligt gewesen zu sein. Nach seinen früheren Aussagen will er anderen Männern einen Hinweis für einen lohnenden Einbruch gegeben und dafür Schmuck aus der Beute als Belohnung erhalten haben. In dem Prozess hat er sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Die Polizei hatte die gesuchten Uhren des getöteten Paares schließlich unter dem Kleiderschrank des Münchners gefunden. Der 47-jährige Polizist, der an beiden Durchsuchungen beteiligt war, schloss aus, dass die Beute bei der ersten gründlichen Razzia übersehen worden sein könnte. Er habe mit einem Kollegen den Schrank ganz genau untersucht, sagte der Kommissar vor Gericht. Wie die Uhren schließlich in die Wohnung kamen, blieb unklar. Möglicherweise hatten mehrere Angehörige des 36-Jährigen Schlüssel zu dem Appartement. Für den Prozess sind noch mindestens elf weitere Verhandlungstage bis in den Mai hinein vorgesehen.

dpa

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