Volksentscheid: Mehrheit für Nichtraucherschutz

Bamberg - Bei Bayerns Volksentscheid über den verschärften Nichtraucherschutz zeichnet sich eine deutliche Mehrheit für den strengen Gesetzentwurf “Für echten Nichtraucherschutz“ ab.

Das ist das Ergebnis einer Befragung der Universität Bamberg von mehr als 1300 Stimmberechtigten im Freistaat. Diese Zustimmung für den Gesetzentwurf des erfolgreichen Volksbgehrens gelte sowohl für Anhänger der CSU, der Grünen und der SPD als auch für Personen ohne Parteibindung, berichtete der Politikwissenschaftler Harald Schoen.

Die Befragung zeigt aber auch noch ein großes Informationsdefizit bei den Bürgern: Nur jeder fünfte Befragte fühlt sich gut über den Volksentscheid informiert. Nicht einmal 20 Prozent der Bayern kennen den Angaben zufolge den Termin für den Volksentscheid am 4. Juli. Die geringe Informiertheit könne das Stimmverhalten und damit auch den Ausgang des Volksentscheids beeinflussen, betonte Schoen. So könnten Bürger, die den Gesetzentwurf ablehnen, aber nicht an der Abstimmung teilnehmen, gegen ihre Absicht dem Gesetzentwurf zum Sieg verhelfen.

Als weiteres Beispiel für die noch herrschende Unsicherheit nannte Schoen Bürger, die zwar ein Rauchverbot in Bierzelten ablehnen, aber für den Gesetzentwurf stimmen wollen, der genau ein solches Verbot vorsehe. “Mit gut gemachten Kampagnen dürften sich etliche Bürger mobilisieren oder in die eine oder andere Richtung umstimmen lassen“, folgert der Politikwissenschaftler. Damit könne sich das Stimmungsbild bis zum 4. Juli noch verändern.

doa

Rubriklistenbild: © dpa

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