Vollzugsbeamter:  Mordversuch an Sohn?

Nürnberg - Ein 43 Jahre alter Justizvollzugsbeamter muss sich seit Montag vor dem Nürnberger Landgericht wegen Mordversuchs an seinem eigenen Sohn verantworten.

Der Mann hat nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft den 15-Jährigen in der Silvesternacht wegen einer Lappalie zunächst geschlagen, dann zu Boden geschmissen und fast bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt. Auslöser war demnach eine achtlos weggeworfene Toilettenpapierrolle. Er sei sehr stark betrunken gewesen, sagte der Angeklagte vor Gericht. Er habe es sich nicht bieten lassen wollen, dass sein Sohn so „über die Stränge geschlagen“ habe, fügte er hinzu.

Die Situation lief dann völlig aus dem Ruder. Der bei der Mutter lebende Sohn war in Begleitung eines Freundes und wollte sich wohl nicht maßregeln lassen, der Vater wiederum die Widerworte nicht dulden. Er habe laut Anklageschrift seinen Sohn gewürgt, bis dieser rot angelaufen und dann aufgrund der Atemnot immer blasser geworden sei. Seine „Augen verdrehten sich“, hieß es weiter. Erst der Freund des attackierten Jugendlichen konnte den Vater schließlich zurückziehen und Schlimmeres verhindern. Das Urteil soll an diesem Dienstag gesprochen werden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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