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Die Genehmigung ist da: Das Atomkraftwerk Isar 1 wird abgebaut.

Zurück zur „grünen Wiese“

Ministerium genehmigt Abbau von Atommeiler Isar 1

München - Premiere in Bayern: Das Umweltministerium in München hat dem Betreiber des Reaktors Isar 1 die Genehmigung für die Stilllegung und den Abbau erteilt.

Erstmals im Zuge der Energiewende wurde damit mit Isar 1 in Bayern der Rückbau eines Atomkraftwerkes genehmigt: Die Genehmigung zum Rückbau sei „ein weiterer wichtiger Schritt beim Ausstieg aus der Kernenergie“, so Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) am Dienstag. Auf dem Gelände des Reaktors in der Nähe der niederbayerischen Gemeinden Essenbach und Niederaichbach soll „wieder eine grüne Wiese entstehen“. Die Stilllegung ist nach dem Verursacherprinzip Aufgabe der Betreiber - der Rückbau wird mehrere Jahrzehnte dauern.

Bundesumweltministerium stimmte Antrag zu

Die Genehmigung geht zurück auf den von der Bundesregierung beschlossenen Atom-Ausstieg. Am 17. März 2011 hatte Isar 1 seinen Leistungsbetrieb beendet - sechs Tage nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima. Das Kraftwerk war seit 1979 am Netz. Der damalige Betreiber Eon hatte die Stilllegung und den Abbau beantragt. Seit Juli 2016 wird Isar 1 von PreussenElektra betrieben. Auch das Bundesumweltministerium hat dem Antrag zugestimmt. Der benachbarte Reaktor Isar 2 wird noch bis 2022 weiter laufen und als einer der drei letzten Atommeiler in Deutschland stillgelegt.

Scharf kündigte für den Rückbau strenge Kontrollen und ein transparentes Verfahren an. Begleitet werde er vom Kompetenzzentrum Strahlenschutz im fränkischen Kulmbach. Ein Schwerpunkt liegt in der Überwachung der Radioaktivität: Alle Anlagenteile, die eine für Mensch und Umwelt relevante Strahlung aufweisen, müssen sicher entsorgt werden.

Lesen Sie auch: Atomkraftwerk Isar 2: Hunderte demonstrieren für Abschaltung

dpa

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