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Kinder beim gemeinsamen Basteln in einer Kindertagesstätte

Das Kita-Parlament von Pfaffenhofen

Vom Wickeltisch an die Wahlurne: Demokratie im Kinderhort

Pfaffenhofen- Im Kinderhaus Sonnenschein wählen die Kinder ein Parlament, das über die Regeln des Kita-Lebens bestimmt. Bis jetzt geht das ungewöhnliche Konzept auf.

Nicht die Erzieherinnen, sondern die Kinder machen hier die Regeln. Im Kinderhaus Sonnenschein in Pfaffenhofen wird in demokratischer Weise ein Parlament zusammengestellt, das das alltägliche Leben in der Kita regelt.Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, nehmen die Kinder mit großer Anteilnahme an ihren Sitzungen teil. Es wird gewählt und debattiert, wie bei den Großen.

Die Neuwahlen finden einmal jährlich statt. Zuvor stellen sich die Bewerber jeder einzeln und persönlich vor. Neben Namen und Alter nennen sie auch ihre Ziele und Bestrebungen, für den Fall, dass sie ins Parlament gewählt werden sollten. Acht Kinder bilden schließlich den Kreis der Auserwählten.

Die Kinder lernen, ihre Angelegenheiten selbstständig zu regeln

Einmal  im Monat setzt sich das Kinder-Parlament mit einigen Erzieherinnen zusammen, entwirft neue Regeln und bringt Anregungen oder Beschwerden ein. Die neusten Regelungen betreffen vor allem die Turnhalle. Diese soll nun immer gleich nach der Benutzung aufgeräumt werden. Nur drei Kinder sollen gleichzeitig an der Kletterwand klettern, um sich nicht gegenseitig zu behindern und Fußball wird ab sofort nur noch mit einem weichen Ball gespielt um Verletzungen zu vermeiden. Sybille Schneider, die stellvertretende Leiterin des Kinderhauses bestätigt, dass das Konzept sowohl bei den Kindern, als auch bei den Eltern bis jetzt sehr gut ankomme. Die Kinder freuen sich immer sehr auf die Sitzungen und finden diese wichtig, wird berichtet.

Neue Regeln werden auf großen Plakaten verewigt und den restlichen Kindern präsentiert. Auch die Präsentation wird von den Parlamentskindern geleitet. Sybille Schneider ist von dem Erfolg ihrer Idee überzeugt. Die Kinder würden lernen, vor großen Gruppen zu sprechen, sich gegenseitig zuzuhören und konstruktiv zu diskutieren. Demokratie muss erlernt und verstanden werden, lautet die Devise. In Pfaffenhofen funktioniert das bisher sehr gut.

kaha

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