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Der im September verstorbene Holocaust-Überlebende Max Mannheimer.

Affront in Bad Aibling

Vorerst keine Max-Mannheimer-Straße

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Bad Aibling – In Bad Aibling (Kreis Rosenheim) hat sich der Stadtrat nicht auf die Benennung einer Straße nach dem im September verstorbenen Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer einigen können.

Nach einem ersten einstimmigen Beschluss im Bauausschuss hätten das Rathaus etliche Schreiben von Bürgern und Firmen erreicht, die in dem Neubaugebiet „rechtsradikale Schmierereien“ befürchtet hätten, erklärte Bürgermeister Felix Schwaller (CSU). Außerdem gebe es keinen direkten Bezug Mannheimers zu Bad Aibling. Den gebe es bei anderen Namen – in Aibling sind Straßen nach der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ und Professor Kurt Huber benannt – auch nicht, kommentierte eine Stadträtin. Trotzdem einigte sich das Gremium darauf, die Entscheidung zu vertagen. Im Januar soll erneut diskutiert werden. Im Gespräch ist auch, die Straße „Am Güterbahnhof“ oder aber „Maximiliansstraße“ zu nennen.

Andernorts ist man schon etwas weiter: In Erding steht OB Max Gotz (CSU) dem Ansinnen positiv gegenüber, nachdem einige Bürger die Straßenbenennung vorgeschlagen hatten. In Poing (Kreis Ebersberg) haben alle Fraktionen gemeinsam den Antrag gestellt, ein Bauwerk oder aber eine Straße bzw. Platz nach Mannheimer zu benennen. In Mühldorf – dort gab es ein großes KZ-Außenlager, in dem Mannheimer Häftling war – gibt es Bestrebungen, die Mittelschule nach ihm zu benennen. Auch die dort stark verankerte Sudetendeutsche Landsmannschaft – Mannheimer stammte aus dem Sudetenland – unterstützt das. Keine Initiative gibt es bisher in Haar (Kreis München), wo Mannheimer wohnte. 

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