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Die Polizei sucht per Großfahndung nach Bernhard Schneeberger (48)

Vorsicht, Sexbestie! Polizei jagt diesen Sadisten

Nürnberg - Bernhard Schneeberger (48) wurde zweimal wegen brutaler Sextaten verurteilt. Doch er kam wieder frei, weil ein Gutachter ihn für ungefährlich hielt. Jetzt schlug der Franke erneut zu.

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Vorsicht, wenn sie Sie diesen Mann sehen! Sprechen Sie ihn nicht an, rufen Sie sofort die Polizei! Denn er ist eine tickende Zeitbombe. Sextäter Bernhard Schneeberger (48) war lange weggesperrt, saß zuletzt in der Psychiatrie – doch dann entschied ein Gutachter, dass er entlassen werden kann. Ein fataler Fehler, denn der Sadist suchte sich ein neues Opfer. Am vergangen Dienstag überfiel er an einem Nürnberger U-Bahnhof eine junge Frau (20), verschleppte sie in ein Waldstück und vergewaltigte sie brutal. Jetzt jagt die Polizei das Sex-Monster.

Nach dem Hinweis einer Zeugin hat die Polizei inzwischen das Fahrzeug von Schneeberger, einen silbernen Ford Mondeo Kombi (N-MY 432), sichergestellt. Der Wagen stand am Ortsrand von Rummelsberg im Kreis Nürnberger Land.

Möglicherweise ist der dicke, etwa 1,75 Meter große Täter noch in der Gegend, die Kripo schließt aber auch nicht aus, dass er per Anhalter oder mit Bus oder Zug weitergefahren ist. Zeugen wollen ihn an mehreren anderen Orten in Mittelfranken gesehen haben. Schneeberger soll mit einer Schusswaffe und einem Elektroschocker bewaffnet sein.

Die Akte Schneebergers liest sich wie ein Buch des Grauens: Erstmals wurde der zweifache Vater 1984 verurteilt. Der damals 21-Jährige war bei einer Nachbarin eingebrochen und hatte sie mehrfach vergewaltigt. Die Richter verurteilten ihn zu fünfeinhalb Jahren Knast. Auch seine Frau zog die Konsequenzen und ließ sich scheiden. Doch Schneeberger fand nach der Haft schnell Ersatz und heiratete erneut. Allerdings hatte auch seine zweite Frau schnell genug von ihm, zu widerlich waren seine Sexpraktiken. Wovon der Sadist träumte, wurde 2001 öffentlich, als der Franke erneut vor Gericht stand. Diemal wegen sexueller Nötigung. Unfassbar: Damals hatte das Sex-Monster den Wagen einer Nürnbergerin (24) aufgebrochen und ihr den Hausschlüssel gestohlen. Als sie nach Hause kam, lauerte er in ihrem Schlafzimmer – mit Mullbinden, um sie zu fesseln, Küchenmesser, Ledergürtel, Elektroschocker und Vibrator. „Ich wollte sie auspeitschen“, gestand er vor Gericht. Auf seinem Computer entdeckten die Ermittler Tausende von Pornos, die gequälte Frauen zeigten. Sein Opfer hatte Glück: Die Frau konnte in letzter Sekunde entkommen. Das Urteil 2001: erneut fünf Jahre Haft. Die sollte Schneeberger in der Psychiatrie absitzen. Dort war er schließlich sogar bis Oktober 2009. Dann meinte ein Gutachter, dass er nicht mehr gefährlich sei. In der Folge wurde seine Unterbringung zur Bewährung ausgesetzt. Allerdings unter der Bedingung, dass sich Schneeberger regelmäßig beim Psychiater meldet. Daran hält er sich auch brav – bis am 28. September die Klinik seinen Bewährungshelfer alarmiert, weil er nicht zum verabredeten Termin erschienen ist. Der Bewährungshelfer schaltet am 4. Oktober die Staatsanwaltschaft ein. Dort braucht man acht Tage, bis der Antrag gestellt wird, Schneeberger wieder in die Psychiatrie einzuweisen. Zu spät! Denn an diesem 12.Oktober hat das Sexmonster schon sein neues Opfer im Visier.

Das Thema Sicherungsverwahrung spielte bei ihm übrigens nie eine Rolle. Der Gerichtsgutachter ging davon aus, dass sein Sadismus therapierbar sei. Inzwischen hat der Schwager des Sextäters schwere Vorwürfe erhoben. Der Nürnberger Abendzeitung sagte er, ihm sei bereits Mitte August aufgefallen, dass sein Schwager die Therapie beendet habe und nachts wieder herumfahre – wie schon vor der Tat im Jahr 2001. Doch das habe die Polizei nicht interessiert.

tz

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