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Richrad Mergner folgt Hubert Weiger als neuer  Vorsitzender der Naturschutzorganisation BUND in Bayern.

Nach 16 Jahren

Wachwechsel beim Bund Naturschutz: Mergner ersetzt Weiger

Mit 230 000 Mitgliedern ist der Bund Naturschutz im Freistaat eine Öko-Macht. Nach 16 Jahren kommt es nun zu einem Führungswechsel: Der langjährige Vorsitzende Hubert Weiger tritt ab, ein enger Mitarbeiter folgt.

Eichstätt – Führungswechsel nach 16 Jahren: Richard Mergner ist neuer Vorsitzender der Naturschutzorganisation BUND in Bayern. Die 250 Delegierten in Eichstätt wählten ihn am Samstag mit 96 Prozent. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Mergner ist damit Nachfolger des langjährigen Chefs Hubert Weiger. Der 71-Jährige war nicht mehr angetreten – er will sich künftig verstärkt um die Arbeit als Vorsitzender des bundesweiten Dachverbands, des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Berlin, kümmern. Weiger war im Jahr 1971 erster deutscher Zivildienstleistender im Naturschutz. Seit 2002 führte er den mehr als 100 Jahre alten Naturschutzverband, der heute rund 230 000 Mitglieder hat. Damals hatte Weiger den Vorsitz von Hubert Weinzierl übernommen, der über drei Jahrzehnte an der BN-Spitze stand.

Der 57-jährige Richard Mergner hat sich in knapp drei Jahrzehnten beim Bund Naturschutz in Bayern (BN) vom Kampagnenbeauftragten zum designierten Vorsitzenden hochgearbeitet. Seit 2002 zählt er als Landesbeauftragter zu den bekanntesten Vertretern des einflussreichen Umweltverbands. „Ich kenne den Verband schon sehr lange“, sagt Mergner selbst. Der Diplom-Geograf hat Regionalplanung und Wirtschaftsgeografie in Freiburg und Bayreuth studiert. Er fungierte als Agrarreferent der Katholischen Landjugendbewegung in der Erzdiözese Bamberg und trieb mit dem Verein „Organische Müllabfuhr“ die Einführung der Biotonne in Bayreuth voran. Später war er sogenannter Campaigner für das Volksbegehren „Das bessere Müllkonzept“. Vor 16 Jahren wurde er Landesbeauftragter und damit Vorstandsmitglied. Auch beim übergeordneten Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Berlin gehört Mergner seit langem zu den Spitzenfunktionären.

Der neue Chef hatte bereits vor der Versammlung angekündigt, dass die Themen Klimaschutz, Energiewende und Flächenverbrauch auch in den kommenden Jahren im Fokus der Arbeit der bayerischen Naturschützer stehen sollen. Auch das Volksbegehren gegen den Flächenfraß will der Bund Naturschutz offensiv unterstützen. Ein Konflikte nicht scheuender Verband sei in Bayern „bitter nötig“, sagte Mergner. Das freute den Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann, der Mergner sogleich beglückwünschte. Er dürfte auch einige Punkte aus dem Leitantrag gutheißen, der am Sonntag einstimmig beschlossen wurde. Unter anderem werden dort weitere Nationalparks in Bayern und eine Verkehrswende gefordert. Mergner forderte, der Alpenplan müsse nach dem Aus der Skischaukel im Allgäu wieder unverändert gelten. Außerdem rief er zu einem „Ende der Hetzkampagne gegen Wildtiere in Bayern“ auf. Nichtsdestotrotz war Bayerns Umweltminister Marcel Huber (CSU) einer der ersten, der Mergner gratulierte: „Die Stimme des BN wird in Bayern gehört – und Sie bewegen auch etwas.“

mm/lby

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