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Polizeieinsatz: Um die Asylbewerber zu befrieden, muss die Polizei Kräfte aus ganz Oberbayern-Süd abziehen.

Polizei richtet Ermittlungsgruppe ein

Nach Asyl-Randale in Waldkraiburg: Polizei bittet um aktive Mithilfe

Nach den Ausschreitungen in der Waldkraiburger Asylunterkunft hat die Polizei eine Ermittlungsgruppe eingerichtet und drei Personen festgenommen. Andere wurden verlegt. Nun ist auch die Bevölkerung gefordert.

Update 11. Juni 2018, 17.23 Uhr:

Die Polizei bittet die Bevölkerung nun um aktive Mithilfe: Sollten Sie Foto-, Video- oder Audioaufnahmen vom Ereignisort bzw. aus der unmittelbaren Umgebung des Geschehens im Zeitraum von Mittwoch 06.06.2018 08:00 Uhr bis Mittwoch 06.06.2018 23:45 Uhr gemacht haben, möchte die Polizei Sie bitten, diese möglichst umgehend über ein Upload-Formular zur Verfügung zu stellen. Hier geht‘s zum Medien-Upload-Portal.

Das war der Text vom 10. Juni 2018:

Waldkraiburg - Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd berichtet: Nach den heftigen Ausschreitungen der vergangenen Woche in einer Asylbewerberunterkunft in Waldkraiburg, laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Weitere Tatverdächtige wurden nun identifiziert und drei Personen noch am Samstag festgenommen. Am Sonntagnachmittag wurde Haftbefehl wegen versuchter Totschlag, Landfriedensbruch und versuchte Gefangenenbefreiung erlassen.

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd hat ferner mit anderen Behörden gemeinsam eine Verlegung auffälliger Bewohner noch am Freitag vollzogen und durch erhöhte Polizeipräsenz rund um die Unterkunft, sowie mit der Einrichtung der Ermittlungsgruppe (EG) „Neisse“, auf die Vorfälle reagiert.

Randale in Asylbewerber-Einrichtung in Waldkraiburg - Großeinsatz der Polizei 

Der Ermittlungsgruppe gelangen unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein nun die Ermittlungserfolge. So konnte ein junger Mann identifiziert und ermittelt werden, der während der Tumulte einen großen Müllbehälter, aus einer Gruppe heraus, auf Einsatzkräfte geworfen hatte. Einer weiteren festgestellten Person wird vorgeworfen, einen Tisch auf Personal der Unterkunft und polizeiliche Einsatzkräfte geworfen zu haben. Eine junge Frau steht in Verdacht, mit einer Schere Richtung Gesicht eines Unterkunftsverantwortlichen gestochen zu haben.

Lesen Sie auch: Darum gibt es so oft Ärger in Asylheimen

Drei Personen im Alter von 19 bis 26 Jahren befinden sich mittlerweile in Polizeigewahrsam, nach einer vierten wird gefahndet. Die Staatsanwaltschaft Traunstein beantragte beim zuständigen Ermittlungsrichter Haftbefehle. Die Festgenommenen werden noch am Sonntag dem Richter zur weiteren Entscheidung vorgeführt. Bereits seit 7. Juni befindet sich ein junger Mann in Untersuchungshaft, dem vorgeworfen wird, mit einem Messer einem Mitbewohner eine Stichverletzung zugefügt zu haben.

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