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In einer Bahnhofstoilette soll die 18-Jährige vergewaltigt worden sein. Der mutmaßliche Täter bestreitet das.

Er wollte Medienberichte richtigstellen

Er will "Klarstellung": Vergewaltiger stellt sich

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Waldkraiburg - Der mutmaßliche Vergewaltiger einer 18-Jährigen hat sich der Polizei gestellt. Der 24-Jährige ist sich keiner Schuld bewusst - und erzählt eine eigene Version der Geschichte. 

Der mutmaßliche Täter meldete sich selbstständig der Polizei: Der 24-Jährige sah sich zu einer "Klarstellung" nach der Berichterstattung über eine mutmaßliche Vergewaltigung am Bahnhof Waldkraiburg (Landkreis Mühldorf am Inn) gezwungen. Das berichtet das Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim.

Wie berichtet hatte eine 18-Jährige am Montagabend bei der Polizei eine Vergewaltigung angezeigt. Ihr Vorwurf: Am Sonntagmorgen gegen 6 Uhr morgens habe sie zunächst zwei Männer am Bahnsteig in Waldkraiburg getroffen. Einer der beiden sei ihr anschließend auf die Bahnhofstoilette gefolgt. Dort habe er sie vergewaltigt. Erst als der Täter kurzzeitig von ihr abließ, gelang ihr die Flucht, berichtete die junge Frau der Polizei.

"Der Sex war einvernehmlich"

Der mutmaßliche Täter will das so nicht stehen lassen. "Aufgrund der Pressemeldung und des Zeugenaufrufs stellten sich die beiden Männer am Donnerstagabend der Polizei", berichtet Präsidiumssprecher Frank Konrad. Der 24-Jährige, der aus Waldkraiburg stammt, stritt die Tat im Gespräch mit den Beamten ab. Seine Version: Es habe in der Toilettenkabine zwar sexuelle Handlungen gegeben. Aber: Die seien aus seiner Sicht einvernehmlich gewesen.

Richter erlässt Haftbefehl

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde der 24-Jährige am Freitagvormittag dem Haftrichter vorgeführt, berichtet die Polizei. Der ergangene Haftbefehl wurde gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Mühldorf dauern an.

dor

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