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Auf Einladung von CSU-Landtagskandidatin Stephanie Pollmann (links) sprach die Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung Mechthild Wittmann (rechts) mit Anwohnern der Asylunterkunft.

Randale in Waldkraiburg

Netto-Filialleiter beklagt gegenüber CSU-Politikerin ständige Probleme mit Asylbewerbern

Am Donnerstagabend fand in Waldkraiburg ein "runder Tisch" der CSU für alle Anwohner der Asylunterkunft statt, in der es in der vergangenen Woche zu massiven Ausschreitungen kam. 

Waldkraiburg - Die Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Mechthilde Wittmann (CSU) wollte dabei auf Einladung der örtlichen CSU mit den Betroffenen ins Gespräch kommen."Ich bin eigentlich die falsche Ansprechpartnerin", erklärte Wittmann zu Beginn der gut besuchten Veranstaltung, "Denn ich bin die Integrations- und nicht die Flüchtlingsbeauftragte. Also zuständig für diejenigen, die hier bleiben dürfen und sich integrieren sollen und wollen." Dennoch werde sie an diesem Abend die Anliegen und Probleme der Anwohner sammeln und dann weitergeben. Rund um die Asylunterkunft kam es zuletzt zu einem mehrstündigen Großeinsatz der Polizei auf Grund von heftigen Ausschreitungen.

 "Alles, was sie hier heute erzählen, werde ich dann an die zuständigen Stellen, beispielsweise das Innenministerium, weiterleiten und mich auch dafür einsetzen, dass dann etwas geschieht", versprach Wittmann.

"Frau Wittmann ist genau deshalb da, weil sie immer sehr deutliche Worte findet", versprach CSU-Landtagskandidatin Stephanie Pollmann, "Ich weiß selbst, dass sie sehr penetrant sein kann!" Die Idee zu der Veranstaltung sei ihr beim Besuch von Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Innenminister Hermann am vergangenen Samstag gekommen. "Dabei gab es leider keine Gelegenheit, bei der einmal mit den Anwohnern gesprochen wurde", berichtete Pollmann, "Daher habe ich Frau Wittmann gefragt und sie hat auch sehr rasch zugesagt."

Netto-Mitarbeiter haben Probleme mit der Mentalität der Asylbewerber

"Wir sind da mit Leuten mit einer ganz anderen Mentalität konfrontiert", berichtete der Leiter des Netto-Supermarkts, der sich direkt bei der Einrichtung befindet. Er konnte von einer ganzen Reihe von Problemen mit manchen Bewohnern der Einrichtung erzählen. "Die drängen sich bis auf wenige Zentimeter an meine Mitarbeiter heran und reden dann extrem lautstark auf sie ein." Es habe auch schon Versuche durch das Personal der Einrichtung gegeben, den Bewohnern ein richtiges Verhalten zu vermitteln. "Diese Leute scheinen schon fast zu erwarten, dass sie etwas geschenkt bekommen", berichtete er weiter, "Da gibt es welche, die kaufen für fünf Euro ein, zahlen einen Euro und erwarten, dass ihnen der Rest geschenkt wird." Ein ständiges Problem seien auch die Trinker, die sich auf dem Supermarkt-Parkplatz aufhielten und auch gegen das Gebäude urinierten.

"Es ist halt schwierig, in einem Wohngebiet ein Heim zu haben, wo viele Leute sind, die offenbar keine Bleibeperspektive haben", erklärte er, "Zudem wechseln sie ständig. Kaum wissen sie, wie es bei uns zu laufen hat, sind sie schon wieder weg." Viele seiner Mitarbeiter würden die ständige Belastung durch das Verhalten der Asylbewerber nicht mehr aushalten und eine Kündigung erwägen, berichtete er weiter, "Auch unser Vermieter hat uns schon gefragt, ob wir die Filiale schließen wollen." 

Er betonte allerdings auch: "Wir würden ja liebend gerne Leute integrieren!" Schon würde es einen hohen Anteil an Mitarbeitern mit nicht-deutschen Wurzeln geben und weiteres Personal werde gebraucht. Allerdings hätten die Bewohner der Einrichtung keine Bleibeperspektive. Durch die momentane Polizeipräsenz sei es nun sehr viel ruhiger geworden. "Aber es geht die Angst bei uns um, dass das wieder einschläft und dann passiert wieder etwas!"

Alkoholverbot für ethnische Kundengruppen nicht möglich

Die Umstellung von Geld- auf Sachleistungen, besonders aber die Einführung einer Bezahlkarte sollen hier Abhilfe schaffen, versprach Wittmann. Dies würde auch die Geldströme von den Asylbewerbern zurück in ihre Heimatländer verringern. Sie räumte allerdings auch ein, dass es dann weiterhin Möglichkeiten gebe, an Alkohol zu gelangen, selbst wenn die Karte dessen Kauf direkt nicht ermöglichte. "Was, wenn die dann beispielsweise massenweise Pfandgetränke kaufen, die ausleeren und mit dem Pfandgeld dann Alkohol kaufen?", wollte ein Zuhörer wissen.

"Man kann schlicht nicht verfügen, dass eine bestimmte Menschengruppe, sei es Asylbewerber, dunkelhäutige oder 'ausländisch' aussehende Menschen in einem Geschäft rein ihrem Aussehen wegen keinen Alkohol mehr kaufen dürfen", erklärte Wittmann, "Natürlich können wir versuchen, zu überwachen, was mit den Karten gekauft wird."

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