Die Eltern eines zwei Monate alten Säuglings wurden von einem Auto erfasst. Das Neugeborene blieb unverletzt.
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Die Eltern eines zwei Monate alten Säuglings wurden von einem Auto erfasst. Das Neugeborene blieb unverletzt.

Nahe der tschechischen Grenze

Unfall-Drama: Auto erfasst junge Familie am Straßenrand - Vater tot - Feuerwehrmänner müssen Kollegen bergen

  • Thomas Eldersch
    vonThomas Eldersch
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Eine junge Familie wird durch einen Verkehrsunfall nahe Waldmünchen von jetzt auf gleich auseinandergerissen. Der Vater überlebt den Zusammenstoß nicht.

  • In Waldmünchen hat sich am Sonntagnachmittag ein tragischer Unfall ereignet.
  • Eine junge Familie wurde von einem Auto erfasst und in den Straßengraben geschleudert.
  • Die Eltern werden dabei schwer verletzt.

Waldmünchen - In dem kleinen oberpfälzischen Ort Waldmünchen (Landkreis Cham) nahe der tschechischen Grenze hat sich am Sonntagnachmittag ein tragischer Unfall ereignet. Eine junge Familie wurde auf einem Spaziergang von einem Auto angefahren und in den Straßengraben geschleudert.

Waldmünchen: Familienvater war Kommandant der örtlichen Feuerwehr

Gegen 17 Uhr war der 31-jährige Familienvater mit seiner Frau (29) und ihrem zwei Monate altem Kind auf einer Straße im Ortsteil Ulrichsgrün unterwegs. Es begann bereits zu dämmern und Nebel zog auf. Die Familie ging am rechten Fahrbahnrand, als ein 48-jähriger VW-Fahrer von hinten auf sie zukam. Aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse sah der Mann sie zu spät und erfasste die beiden Eltern samt Kinderwagen mit seinem Auto, schreibt die Polizei in ihrer Pressemitteilung. Alle drei wurden durch den Aufprall zur Seite in den Graben geschleudert.

Die Polizei, Rettungskräfte und die Feuerwehren aus Althütte, Waldmünchen und Ulrichsgrün machten sich umgehend auf den Weg zur Unfallstelle. Vor Ort mussten die Feuerwehrleute aus Ulrichsgrün feststellen, dass der Verunglückte ihr eigener Kommandant war. Trotz sofortiger Reanimationsversuchen starb der 31-Jährige noch an der Unfallstelle. Seine Frau wurde schwerstverletzt mit einem Rettungshubschrauber aus dem tschechischen Pilsen in ein Krankenhaus geflogen. Wie durch ein Wunder blieb das zwei Monate alte Baby unverletzt.

Waldmünchen: Viele Rettungskräfte müssen seelsorgerisch betreut werden

Für die Kollegen des verunglückten Familienvaters war der Einsatz besonders belastend. Sie wurden wenig später von den Feuerwehrmännern aus Prosdorf abgelöst. Umgehend waren acht Notfallseelsorger vor Ort, um den Rettern beizustehen. Der Stadtpfarrer Wolfgang Häupl betete mit den Feuerwehrleuten und spendete dem verunglückten Kameraden die Sterbesakramente, schreibt die Feuerwehr auf Facebook. Die Straße wurde zur Unfallaufnahme vier Stunden lang gesperrt. Ein Sachverständiger muss jetzt den genauen Unfallhergang klären. Viele Rettungskräfte versuchten noch den Unfall nach dem Einsatz auf der Wache mit professioneller Hilfe zu verarbeiten. (tel) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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