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Das Feuerwehrauto, das keiner mehr will: Die Reparaturen werden 60 000 Euro kosten.

TÜV stellt 120 Mängel fest

Das ist Bayerns schlechtestes Feuerwehrauto

Wallerfing - Die Wallerfinger können derzeit nur hoffen, dass es ja nicht brennt in ihrem schönen Dorf im Landkreis Deggendorf. Zwar haben sie ein Feuerwehrauto – dieses wurde aber nun aus dem Verkehr gezogen.

Wie schlecht das Auto wirklich ist? Der TÜV stellte bei einer Untersuchung satte 120 Mängel fest. Kein Witz!

Bayerns schlechtestes Feuerwehrauto – eigentlich ist es gar nicht so alt: Im Jahre 2006 kaufte es die Gemeinde. Das Modell nennt sich LF 10/6 und wird von einer Firma gebaut, die eigentlich Sandstrahler herstellt. Der Neupreis: rund 250 000 Euro. Warum sich der Gemeinderat damals ausgerechnet für dieses Modell entschied? Naja, weil es damals das billigste auf dem Markt war. Genau diese Sparsamkeit kommt das Dorf aber jetzt teuer zu stehen.

Keine Beleuchtung bei Nachteinsätzen

„Uns ist während der Fahrt schon einmal das Stromaggregat buchstäblich aus dem Fahrzeug geflogen“, erklärt der Feuerwehrkommandant gegenüber der tz. Der Grund: Dieses war einfach zu lose und schlampig im Auto angebracht. Die Folge war haarsträubend: Bei manchen Nachteinsätzen hatten die Feuerwehrler keine Beleuchtung mehr.

Dazu sind die Führungsschienen, mit denen Geräte fixiert werden, schon lange so verbogen, dass nichts mehr reinpasst. Auch die Elektronik fällt manchmal einfach aus (zur Erinnerung: Das sind nur drei von 120 Mängeln!). Und so entschied der Kommandant irgendwann: „Mit einem solchen Fahrzeug kann ich es nicht verantworten, dass meine Leute zu Einsätzen fahren.“

Nach der niederschmetternden Analyse durch den TÜV soll das Feuerwehrauto nun übrigens repariert werden. Oder sagen wir: Zumindest wieder so hergerichtet werden, dass das Wichtigste im Inneren funktioniert. Das kostet satte 60 000 Euro. Aber für ein ganz neues Feuerwehrauto fehlt in Wallerfing einfach das Geld.

tz

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