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Der Deutsche Alpenverein informiert auf seiner Website über den Vorfall.

145 Wanderer mit Darmgrippe: Hütte geschlossen

Kempten - Nach dem Genuss von verunreinigtem Trinkwasser auf einer Berghütte im Allgäu sind rund 145 Wanderer erkrankt. Die Unterkunft wurde geschlossen, gegen die Betreiber wird ermittelt. 

Dutzende Menschen seien im Krankenhaus behandelt worden, ein Teil von ihnen sei auch Sonntag noch in stationärer Behandlung gewesen, sagte ein Polizeisprecher in Kempten . Die auf 2019 Metern gelegene Rappenseehütte wurde am Sonntag geschlossen, um die gesamte Hütte gründlich desinfizieren zu können. Die Polizei ermittelt wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung.

Auf der vielbesuchten Hütte hatte es eine Störung der Anlage zur Trinkwasseraufbereitung gegeben. Auf der Homepage und am Info-Telefon der Hütte ließen Hüttenwirt und Wirtin am Sonntag wissen: “Es besteht Betretungsverbot. Wir bitten um ihr Verständnis.“ Bereits am Freitag mussten 20 Menschen in Kliniken ausgeflogen werden, vier Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Bis zum Samstag waren bereits mehr als 100 Bergwanderer erkrankt.

Die Gäste wurden auf der Rappenseehütte und umliegenden Hütten ärztlich betreut, Ärzte hatten sich freiwillig für den Einsatz gemeldet. “Viele Wanderer konnten eigenständig ohne Behandlung oder nach der Behandlung ins Tal gehen“, sagte ein Polizeisprecher. Die Rappenseehütte gehört zur Sektion Allgäu-Kempten des Deutschen Alpenvereins (DAV) und soll mindestens bis Wochenmitte geschlossen bleiben. “Aufgrund der ersten vorliegenden Untersuchungsergebnisse wird davon ausgegangen, dass die im Trinkwasser enthaltenen Keime sich nicht allzuleicht abtöten lassen“, sagte der Polizeisprecher. Außerdem solle mit der Schließung sichergestellt werden, dass die Kette der Infektionen unterbrochen wird, erläuterte die Polizei die Entscheidung des Landratsamtes Oberallgäu.

Zu Beginn der Woche werden auch die abschließenden Untersuchungsergebnisse über die Erreger erwartet. Zunächst war versucht worden, den Betrieb aufrechtzuerhalten. Auf Anordnung des Gesundheitsamtes wurde das Wasser abgekocht und chloriert. Zusätzlich wurde vom DAV Mineralwasser zur Versorgung der Wanderer und Gäste zur Hütte gebracht.

dpa

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