LKA warnt vor neuer SMS-Falle

München - Mit einem simplen Trick versuchen Betrüger derzeit, Handybesitzer abzuzocken. Jetzt warnt das Landeskriminalamt vor der SMS-Falle:

In Bayern wurden seit Anfang April bereits sieben Fälle bekannt, bei denen nichts ahnende Benutzer von Mobiltelefonen eine SMS erhielten, in der ihnen ein angeblicher Bekannter seine neue Handynummer mitteilte.

Wenn die Opfer dann diese Nummer anrufen oder zurückschreiben, erhalten sie umgehend eine Rechnung aus London, in der die Zahlung von 79 Euro gefordert wird. Angeblich hätten sie an einem Erotik-Chat teilgenommen.

Bisher meldeten sich Opfer aus Nürnberg, München und den Landkreisen Freyung- Grafenau, Weiden, Bad Kissingen, Weißenburg-Gunzenhausen und Kulmbach bei der Polizei. Das LKA geht davon aus, dass viel mehr Handynutzer diese SMS bekamen und möglicherweise sogar bezahlten.

Gegen die Verantwortlichen der Rechnung stellenden Firma laufen nun die Ermittlungen.

Die Tipps des LKA

Das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) rät beim Erhalt derartiger SMS oder Mitteilungen:

• Sollten Sie die o.g. SMS bekommen und die Rechnung bereits bezahlt haben, erstatten Sie bei ihrer zuständigen Polizeiinspektion Anzeige. •Antworten Sie nicht auf SMS, deren Absender Ihnen nicht bekannt ist.

• Beweissicherung: Alles, was Sie haben, aufbewahren. Schriftstücke/Rechnungen/ Mahnungen etc. nicht wegwerfen. SMS am Handy aufbewahren und nicht löschen!

• Falls nicht vorhanden: Einzelverbindungsnachweis vom Telefonprovider anfordern.

• Falls Sie zu der fraglichen Zeit nachweislich keinerlei Gespräch geführt haben, sind Sie auf der sicheren Seite. Der Anbieter muss Ihnen dann die Inanspruchnahme des Dienstes nachweisen. Das wird ihm regelmäßig nicht gelingen.

• Betrüger nutzten verschiedenste Arten von Mehrwertnummern, weitere Tipps finden Sie unter www.polizei.bayern.de

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