+
Die gefundene Leiche ist nach ersten Medienberichten der 2001 ermordete Landwirt Rudolf R.

Leichenfund in der Donau

Warten auf Obduktion - Gefundene Leiche ist wohl Rudolf R.

Bergheim/Ingolstadt - Die bayerische Polizei wartet mit Spannung auf die Obduktion einer aus der Donau geborgenen Leiche. Mit einiger Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei dem Toten um vor acht Jahren von seiner eigenen Familie umgebrachten und seitdem verschwundenen Landwirt Rudolf R. aus Neuburg a.d. Donau.

"Die Obduktion soll im Laufe des Tages in München erfolgen", sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord am Mittwoch in Ingolstadt.

Erste Medienberichte sehen die Identität der gefunden Leiche allerdings schon als geklärt an. An der Leiche wurde ein kariertes Hemd gefunden, außerdem ist an dem geborgenen Fahrzeug das auf Rudolf R. gemeldete Nummernschild entdeckt worden.

Lesen Sie auch:

Leiche von ermordetem Bauern möglicherweise in der Donau entdeckt

Der Totschlag an dem Bauern hatte 2001 bundesweit Aufsehen erregt. Der Verlobte einer der beiden Töchter des Opfers hatte zunächst ausgesagt, die Leiche des Mannes zerstückelt und an die Hofhunde verfüttert zu haben. Später widerrief er sein Geständnis. Im Prozess schwiegen alle vier Angeklagten, neben dem Verlobten die Ehefrau und die beiden Töchter des Getöteten. Das Landgericht Ingolstadt verurteilte die Frau und den Verlobten 2005 wegen Totschlags zu je achteinhalb Jahren Haft. Auch die Töchter mussten ins Gefängnis.

Am Dienstag waren bei Vermessungsarbeiten in Bergheim zwei Autos aus der Donau "gefischt" worden. In einem der Fahrzeuge - es gehörte dem Landwirt - lag ein Toter. Möglicherweise half so "Kommissar Zufall", die Leiche des Mannes acht Jahre nach dem Verbrechen doch noch zu finden. Die grausige Version vom Zerstückeln und Verfüttern des Haustyrannen wäre damit aus der Welt.

Schon im Prozess hatte es das Gericht für möglich gehalten, dass die Leiche des im Treppenhaus des Anwesens erschlagenen Landwirts in dessen Auto im Fluss versenkt worden sein könnte. Die Richter hielten aber auch für möglich, dass der womöglich im Keller zerteilte Tote an die Hunde oder an Schweine verfüttert wurde. Der trunksüchtige und herrische Landwirt hatte sich jahrelang an seinen Töchtern vergangen.

dpa/mm

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

News-Ticker: Diesen Münchner im Himmel brachte der Orkan in Schieflage
Ein Unwetter war angekündigt worden - doch es kam heftiger als befürchtet. Orkanböen und dicke Regenwolken sind über Bayern hinweggezogen und haben deutliche Spuren …
News-Ticker: Diesen Münchner im Himmel brachte der Orkan in Schieflage
Pfaffenhofener Regionalgartenschau war Besuchermagnet
Die Regionalgartenschau „Natur in Pfaffenhofen an der Ilm“ hat mehr als 330 000 Gäste angezogen.
Pfaffenhofener Regionalgartenschau war Besuchermagnet
125-Jahrfeier der Bayern-SPD - kämpferischer Aufruf zum Wahlkampf
Bei der Feier der Bayern-SPD zu ihrer Gründung vor 125 Jahren hat die frühere Landesvorsitzende Renate Schmidt ihre Genossen zu einem engagierten und kämpferischen …
125-Jahrfeier der Bayern-SPD - kämpferischer Aufruf zum Wahlkampf
Autofahrer muss niesen und fährt ungebremst in die Leitplanke
Es waren nur wenige Millisekunden, die ein Autofahrer gezwungenermaßen unachtsam war - doch seine Niesattacke hat auf der A73 zu einem Unfall geführt. 
Autofahrer muss niesen und fährt ungebremst in die Leitplanke

Kommentare