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Überflutete und unterspülte Autobahnabschnitte. Lahmgelegte Bahnstrecken. Ein Fahrverbot für Lkw. Das Rekordhochwasser hat es besonders auf den Verkehr im südöstlichen Oberbayern abgesehen.

Verkehrschaos

Wasser reißt Teile der A8 mit sich

Rosenheim – Überflutete und unterspülte Autobahnabschnitte. Lahmgelegte Bahnstrecken. Ein Fahrverbot für Lkw. Das Rekordhochwasser hat es besonders auf den Verkehr im südöstlichen Oberbayern abgesehen.

Dabei sind Umleitungen und kilometerlange Rückstaus die geringsten Übel. Gerade auf der A 8 (München – Rosenheim – Freilassing) haben Wassermassen schwere Schäden angerichtet.

Besonders prekär ist die Lage auf Höhe der Autobahn-Ausfahrt Grabenstätt (Kreis Traunstein). Dort hat das Wasser auf einer Länge von etwa 500 Metern Teile der Fahrbahn, Leitplanken und Rohrleitungen weggerissen. An manchen Stellen ist die A 8 bis zu 1,50 Meter tief unterspült. Die Fahrbahn hängt hier förmlich in der Luft. „Von Stunde zu Stunde sehen wir mehr von den Schäden“, sagt Josef Seebacher, Sprecher der Autobahndirektion Südbayern. „Aber wir können derzeit nicht viel tun.“

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Im schlimmsten Falle sei mit einem Dammbruch an dieser Stelle zu rechnen. Maßnahmen zur Stabilisierung des Streckenabschnitts sind laut Seebacher zwar geplant, Firmen bereits beauftragt. Die Arbeiten könnten aber erst starten, wenn das Wasser sich ganz zurückgezogen habe.

Grund für die Unterspülung sei nicht zuletzt das Alter des Autobahndamms. Mitte der 1930er Jahre gebaut, entspreche er nicht den heutigen Standards. Allerdings glaubt Seebacher, dass auch ein jüngerer Bau dem Wasser, das wohl nach einem Dammbruch aus dem nahe gelegenen Rothgraben freigesetzt wurde, nicht standgehalten hätte. Für Jahrhunderthochwasser werde einfach nicht gebaut. „Das wird irgendwann unwirtschaftlich.“

Nach ersten Schätzungen der Polizei bleibt die Autobahn an dieser Stelle bis Donnerstag gesperrt. Umgeleitet wird über die Anschlussstellen Bernau und Siegsdorf.

Die Lage zwischen Irschenberg und Bernau hat sich dagegen entspannt. Von Sonntagabend an war dieser Abschnitt wegen Überschwemmung gesperrt. Wer nach Salzburg wollte, wurde über Passau umgeleitet. Besonders kritisch: In der Nacht musste die Autobahnmeisterei Rosenheim/Holzkirchen die Innbrücke bei Rosenheim mit einem Spezialbagger vor angeschwemmten Baumstämmen schützen. Sie drohten, die Betonpfeiler umzureißen. Jetzt ist die Strecke bis Bernau wieder frei.

Das Fahrverbot für Lkw, das die Regierung von Oberbayern am Sonntagabend zwischen München und Salzburg erlassen hatte, wurde zwar am Montag teils wieder aufgehoben. Allerdings kamen gerade Speditionen im Rosenheimer Raum in die Bredouille. Ein Disponent der Spedition „Sebastian Bauer“ sagte immerhin, der Schaden sei „im Rahmen“.

Auch Bahnfahrer müssen Einschränkungen in Kauf nehmen. Wie Sprecher Bernd Honerkamp sagte, könne der Bahnhof Rosenheim zwar wieder angefahren werden. Die Strecke zwischen Übersee und Traunstein sei aber bis Ende der Woche gesperrt. Auch die Strecke zwischen Tutzing und Weilheim bleibt wegen eines Hangrutsches zwei Wochen gesperrt.

mm

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