Chaos auf der Stammstrecke: Deswegen verspäten sich die S-Bahnen bis zu 40 Minuten

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Kurioser Prozess

Ja, ich will! Aber vorher...

Wasserburg - Vor der Hochzeit noch einen schnellen Seitensprung mit der besten Freundin der Braut? Das war wohl die Idee eines Mannes, der sich jetzt vor Gericht verantworten musste:

Ekel, Abscheu und Missachtung ihrer Person habe sie empfunden, so die als Hauptbelastungszeugin und Geschädigte vor dem Schöffengericht aussagende Frau, als sie im Juni vergangenen Jahres dem künftigen Ehemann ihrer Freundin gegenüberstand. Sie war auf Wusch der Freundin und baldigen Ehefrau des Angeklagten zu dessen Haus in der Nähe von Wasserburg gefahren, um ihn zum Standesamt nach Wasserburg zu chauffieren, da der Bräutigam schon seit längerem keinen Führerschein mehr besaß. Der Angeklagte habe sie splitternackt empfangen, sie aufgefordert, seinen exhibitionistischen Handlungen zuzuschauen und einem „schnellen Sex“ nicht abhold zu sein. Trotz mehrmaliger Aufforderung, sich fahrbereit zu machen, trieb dieser seine „Selbstbefriedungsspielchen“ weiter und forderte seine Chauffeurin auf, seinen „männlichen Stolz“ zu bewundern.

Vor Gericht sagte die Geschädigte aus, sie habe es nicht fertig gebracht, ihrer Freundin von den Vorgängen zu erzählen – weder vor dem Gang zum Standesamt noch nachher. Und sie habe auch geschwiegen, als der Angeklagte ihr nach der Hochzeit per SMS entsprechende Angebote unterbreitet habe. Die Geschädigte kündigte die Freundschaft auf, Anzeige erstattete sie nicht. Die Anzeige kam unerwartet ins Rollen. Im Wohnort des Angeklagten kursierte das Gerücht, dieser habe Kindern angeboten, gegen Geld seinen exhibionistischen Handlungen zuzusehen. Die Geschädigte, vom Vater eines möglicherweise betroffenen Mädchens auf dieses Gerücht hin angesprochen, redete mit der Polizei, um eventuell Schlimmes zu verhindern. Sie erstattete keine Anzeige, aber die Polizei informierte die Staatsanwaltschaft, die ihrerseits wegen des öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hielt.

Am Ende wurde der Angeklagte zu sieben Monaten Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt.

Die ganze Geschichte lesen Sie bei ovb-online

je/Wasserburger Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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