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Wieslaw Scieszka aus Polen ist in einem Lechkanal ertrunken.

Wasserleiche in Augsburg

Ertrunkener Pole lebte wochenlang im Kanal

Augsburg - Der Fall eines in Augsburg ertrunkenen polnischen Bauarbeiters bleibt mysteriös.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, konnten Gerichtsmediziner zwar die Leiche des bereits an Pfingsten verschwundenen 50-Jährigen identifizieren. Unklar bleibt allerdings, warum der Mann rund sechs Wochen lang wie ein Obdachloser am Lechufer lebte und in einem Kanal schlief.

Der Tote war am Dienstag von einem Spaziergänger entdeckt worden. Vermutlich war er am Vortag bei starkem Regen an seinem Schlafquartier von den Wassermassen überrascht worden. Der 50-Jährige wurde gegen ein Gitter am Ausgang des Kanals gedrückt und ertrank.

Der Pole war nach Augsburg gekommen, um auf einer Baustelle zu arbeiten. Am Pfingstmontag ging er mit seinem Schwager an den Lech, um dort seinen freien Tag zu genießen. Der Schwager schlief ein; als er aufwachte, war der 50-Jährige verschwunden. Erst Wochen später wurde er in Polen als vermisst gemeldet. Obwohl es bislang keine konkreten Hinweise auf ein Verbrechen gibt, will die Kripo nun klären, warum der 50-Jährige an Pfingsten einfach verschwand.

Die Polizei bittet um Hilfe. Konkret geht es um diese Fragen:

  • Wer hat den Vermissten Wieslaw Scieszka die letzten Wochen über im Bereich des Lechs oder in Lechhausen gesehen?
  • Wer kann Angaben machen zu seinen Aufenthaltsorten in den vergangen Wochen?
  • Hat Wieslaw Scieszka evtl. gebettelt, um Arbeit nachgesucht, oder auf ähnliche Art und Weise Kontakt zu Passanten gesucht?

Hinweise bitte an die Augsburger Kripo unter Telefon 0821/323 3810.

dpa

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